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Erste Lebenszeichen

Keine Angst, unser Flugzeug ist nicht abgestürzt. Vielmehr haben wir erst jetzt wieder eine Internetverbindung, und so folgt nun das erste Update am Tag 3 unserer Philippinen-Zeit.

Nach dem traurigen, aber Gott sei Dank tränenlosen Abschied am Frankfurter Flughafen ist als aller erstes mein Handgepäck nicht durch die Kontrolle gekommen. Der Grund: eine Flasche Rei in der Tube, 125 ml, und eine Packung Tofifee. Die Tofifee hat der Zollbeamte mir gelassen, die Tube kann nicht mitkommen. Wahrscheinlich ist sie inzwischen in irgendeinem Müllcontainer in Frankfurt.

Kein Grund für Tränen, noch sind meine Klamotten ja noch sauber. Der Flug selber war sehr angenehm. Emirates kann sich wirklich etwas auf sein Entertainment-Programm einbilden, auch wenn die Sitze wie bei jeder anderen Airline ziemlich unkomfortabel waren. Aber die Flugbegleitung war unglaublich nett, so freundlich, dass es jedem paranoiden Cratzer sofort die Fußnägel hochgerollt hätte. Ihr wisst, was ich meine.

Naja, 6 Stunden, 3 Folgen Arrow, 1 Buch und ein arabic spiced lamb später landen wir in Dubai. Der Flughafen dort wirkt auf den ersten Blick kleiner, als Frankfurt oder JFK, aber ich glaube der Eindruck täuscht. Es gibt endlose Gänge mit noch viel endloseren Duty-Free-Läden, und wir haben überhaupt nur Terminal 1 und die A-Gates gesehen. Zusammen mit einer Reisebekanntschaft, Ronja aus Mainz, die für 3 Wochen auf Sri Lanka fliegt, pilgern wir durch die Mall auf der Suche nach Wasserflaschen, Sandwiches (ich), free WiFi (Ronja und ich) und einem Platz zum 8 Stunden schlafen (vor allem Magdalena). Die ersten beiden Sachen finden wir, am WiFi scheitern wir beide und das größtenteils arabische Flughafenpersonal versteht unser Problem glaube ich nicht. Kein Beinbruch.

Einen Platz zum Schlafen finden wir, aber nur Magdalena schafft es, wirklich zu schlafen.

Nach 8 Stunden schleppen wir uns gerädert zum nächsten Flug, EK 0332 Dubai – Manila. Der Flug wird zu einem Mosaik aus kurzen Wach- und Schlafphasen, bis das Mittagessen und der Landeanflug mich endlich aus meinem Dämmerzustand reißt. Unter uns sehen wir nur das Meer, von Wolken keine Spur. Das momentan rainy season ist, scheint der Region wohl egal zu sein. langsam tauchen Inslen aus dem Wasser auf.

Von oben betrachtet, sehen di Philippinen auf den ersten Blick gar nicht so anders aus als Europa. Etwas dünner besiedelt vielleicht, aber nicht wirlklich anders. Das ändert sich beim Landeanflug auf Manila. Schon von oben kann man die Hochhäuser und großen bunten Viertel der Stadt sehen. Alles wirkt sehr zusammengewürfelt. Vor allem im Kontrast zum rechteckigen, hell erleuchteten Dubai, welches „Fortschritt“ zu brüllen schien. Der Pilot überrascht mich mit der zweiten butterweichen Landung der Reise und wir sind tatsächlich auf den Philippinen.

Das merkt man auch sofort, wenn man das Flugzeug verlässt. Der Finger ist zwar isoliert, aber die schwüle, heiße Luft kriecht durch alle Ritzen. Auch die Aircon des Flughafens kann das nicht mehr schaffen. Mit ein bisschen einheimischer Hilfe schaffen Magdalena und ich auch herrauszufinden, dass es trotz der großen Schilder „Filipino Passport“, „Foreign Passport“ absolut keinen Unterschied macht, wo man sich anstellt.

Die Einreise ist so unkompliziert, dass mein amerika-gestähltes, cratzer-verdorbenes Hirn nur noch Alarm schreit. Keine intoleranten, unfreundlichen, bürokratischen Beamten, nur eine nette, hilfsbereite junge Dame, die wirklich geduldig mit uns ist… da muss ein Hacken dran sein! Tja, bis jetzt nicht. Mein Koffer lässt ein bisschen auf sich warten, und so freunde ich mich mit einem Deutschland-begeisterten Britten und einem Deutschland-begeistertem Filipino an.

Magdalena schafft es, sämtliche Fragen am Zoll zu umgehen, als sie auf nachfrage des Zollbeamten Bishop Marlo erwähnt. Und ich habe mich glaube ich ausversehen als ihr Freund vorgestellt, aber immerhin haben wir so keine Zeit mehr am Zoll verloren. Etwas irren wir noch herum, auf der Suche nach den mysteriösen „Buchstaben“, die Sina, Franzi und Sr. Carol alle erwähnt haben. Als uns ein Polizist endlich erklärt, was es damit auf sich hat, laufen wir der Sister prompt in die Arme.

Teil 2 des Berichtes und Bilder folgen, wenn mein Laptop wieder Strom hat.