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Food Trip to Taipei

欢迎到台北 sagt das Schild am Flughafen was „Willkommen in Taipeh“ heißen soll. Franzi (*damit ist nicht „meine“ Franzi gemeint sondern unsere Mitfreiwillige in Preda, die ebenfalls diesen Namen trägt) und Ich sind gerade am Internationalen Flughafen der Hauptstadt von Taiwan angekommen – einem Land, das gerade einmal 2 Flugstunden von den Philippinen entfernt liegt. Aber der Unterschied ist gewaltig. Zum ersten Mal in über 11 Monaten habe ich das Gefühl, wirklich in Asien zu sein. Ob es an den chinesischen Schriftzeichen überall, den hellhäutigen, schwarzhaarigen und schlitzäugigen Menschen oder den Sushi Take-Out Shops in der U-Bahn liegt, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich macht es die Mischung aus alledem. Dazu der Geruch nach frischen Backwaren, nach frittiertem Tofu, nach Nudelsuppe und nach grünem Tee. Eine steril wirkende High-Tech Umgebung in der viele Passanten Mundschutze tragen. Massenhaft Leuchtreklamen die die Nacht erhellen. Und außerdem verstehen wir gar nichts mehr. Nachdem und das Tagalog so vertraut geworden ist und wir einigermaßen mühelos zumindest immer grob verstehen worum es geht, sind wir hier hilflos wie in den ersten Wochen auf den Philippinen. Wobei wir auf den 7000 Inseln den Vorteil hatten, dass fast alle mehr oder weniger gute Englischkenntnisse haben. Hier in Taiwan ist das eine seltene Ausnahme. Beim Bestellen in einem Restaurant, dessen Speisekarte ausschließlich Schriftzeichen enthält, fällt uns auf, welch ein Luxus es ist in einem Land mit Englisch als Verwaltungssprache zu leben. Hier reden auch die Kellner eiskalt chinesische mit uns und auf Fragen wie „wann fährt der Bus“ gibt es genauso wenig eine Antwort wie auf den Philippinen. Hier allerdings nicht weil die Fahrtzeit nicht feststünde, sondern weil die Frage nicht verstanden wird.

Unser Trip von Freitagabend bis Sonntagabend stand definitiv unter dem Motto „Essen, essen, essen!“. Wir haben jede freie Minute damit verbracht in Reiseführern empfohlene Restaurants und die an den Straßenecken und auf den Märkten verkauften Kleinigkeiten auszuprobieren: Chinesische Nudeln, Sojamilchsuppen, knusprige Gebäckstücke mit mysteriösen Gewürzen, Sushi, Sojaeiscreme, Siomai, frittierte Milch (!), Fruchtshakes, Milchtees und Perltees, grünen Tee aller Geschmacksrichtungen, Waffeln, Ananaskuchen, Milchpudding, Nudelsuppen und vieles andere mehr. Um mit diesen Nahrungsmittelmengen fertig zu werden haben wir uns gezwungen in der U-Bahn immer die Treppe zu nehmen und ab und zu auch mal ein paar Stationen zu laufen statt zu fahren um uns wieder Appetit zu schaffen. Zwischen den Mahlzeiten haben wir noch in heißen Quellen gebadet, auf den Nachtmärkten unserer Einkaufslust gefrönt und eine kleine Anbetungszeremonie im buddhistischen Longshan Tempel mitgemacht. Es waren zwei sehr spaßige, lange und volle Tage!

Am Montag um 1 Uhr morgens sind wir wieder auf den Philippinen gelandet wo wir sofort von einem Chor von Rufen wie: „Taxi Mam!“, „Mam, where are you going?“ und „Tricycle! You want to ride a tricycle!“ begrüßt wurden. Wir mussten uns angrinsen und haben uns sofort wieder zuhause gefühlt. Diese Empfindung hat sich noch verstärkt, nachdem das Jeepney erst mal eine knappe Stunde da stand um auf weitere Fahrgäste zu warten. Bin direkt zu meiner Arbeitsstelle in Dagupan weitergefahren, wo ich um 5 Uhr morgens meinen Dienst antrat. Um 2 Uhr ging es dann nach Hause und sofort ins Bett.

Bilder von unserem Food Trip gibt es HIER, einige Impressionen aus dem Home of Peace sind wiederum HIER zu finden.

Liebe Grüße an euch alle, gönnt euch einen netten Snack, eure Sina!

3 Kommentare

  1. Karin Vassilakis Karin Vassilakis 10. Juli 2013

    Danke für die Photos und die Eindrücke, so kann ich ein wenig mit „dabei“ sein. LG Karin

  2. Manger Klaus Manger Klaus 17. Juli 2013

    Hallo Sina,
    zwar stürzt hier wohl gleich wieder die Verbindung zusammen, abder dennoch: Grüße vom Comer See, das 21. Mal.
    China Taiwan hätte ich mir englisch sprechend vorgestellt. Und wirst du alt, so wie ne Kuh, lernst Du doch immer noch dazu, meine einer meiner Deutschlehrer in der Mittelstufe. Ist was dran.
    Machs gut!
    Klaus und Eva

  3. Manger Klaus Manger Klaus 24. Juli 2013

    Hallo Sina sind immer noch am Comer See und es ist heiß und schwül, aber es geht uns sehr gut.
    Liebe Grüße
    Eva und Klaus