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Grün, Grüner, Regenzeit

Hallo meine lieben Leser,

Nach dem wir vor einem ¾ Jahr den Reis am Ende der Regenzeit geerntet haben, konnten wir jetzt am Anfang der Regenzeit, die nun begonnen hat, beim Reispflanzen helfen. Sina und ich fuhren dafür wieder nach Malatiw, wo das Bistum Alaminos ein wenig Land besitzt, worum sich das SAC kümmert. Es wird aus schließlich „Organic Rice“ gepflanzt, um als gutes Beispiel den Reisbauern voraus zu gehen. Denn der Gebrauch von Chemikalien hat nicht nur schlechte Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen, sondern führt teilweise zu großen Geldproblemen. Außerdem versucht das SAC auf andere, alte Reissorten aufmerksam zu machen.

Zunächst werden Reiskörner auf einem kleinen wassergefüllten Feld ausgesät. Wenn die Sprösslinge ca. 15 cm groß sind, werden diese traditionell von den Frauen rausgezogen und zu Bündeln verpackt. Dann kommen die Männer zum Einsatz pflügen die Felder um  und drücken in Rekordgeschwindigkeit die kleinen Setzlinge in schönen Reihen in die mit Wasser überschwemmten Reisfelder. Dort wachsen sie dann in ca. 3 Monate zu großen Reispflanzen heran. Wir haben eine Volunteer-Area zu gewiesen bekommen, auf der Sina und Ich unser Glück versuchen konnten. Vielleicht können unsere Nachfolger, wenn wir alles richtig gemacht haben,  den Reis dann in ein paar Monaten ernten… wer weiß.

Letztes Wochenende war ich wieder mal bei der Reforeststation in Mangatarem. Dort ist gerade eine neue Nursery (Baumschule) im Bau, da eine Wasserquelle in der Nähe des neuen Ortes gefunden wurde. Deshalb waren wir (die Members, Simon der Projektleiter und ich) letzten Samstag damit beschäftigt, die neugelieferten Setzlinge hoch auf den Berg zu tragen, Kompostkörbe aus Draht zu basteln, Kaffeebäume zu pflanzen, ein Beet anzulegen auf dem selber Bäume ausgesät werden kann. Dafür haben wir extra ein Dach gebaut, damit der zu starke Regen die zarten Pflänzchen nicht erschlägt oder wegschwemmt. Und es wurde ein großer Wassertank aus Zement gebaut.

Heute habe ich in meiner Special- Children- Klasse das Kleinprojekt Paper-Brikets gestartet. Die Kinder hatten super viel Spaß am Zeitung klein reißen. Jetzt weichen die Zeitungsstücke über Nacht in Wasser und morgen werden wir kleine runde Papierklumpen formen, die, wenn sie getrocknet sind, als Ersatz von Holzkohle zum Kochen verwendet werden kann.

Neues aus meiner Gastfamilie:  Gesternabend war mehr als eine Stunde Stromausfall. Das war ungewöhnlich lange meistens ist es nur 10-20 Minuten, es sei denn es ist angekündigt, dann ist es den ganzen Tag. Also hatten wir (meine Gastschwester, ich, ihre Tochter und ihr Freund) es uns gerade unter dem neu aufgespannten Moskitonetz, wie in einem Zelt, gemütlich gemacht und  eine kleine Schokoladen-Party mit Kerzenlicht und Fächern (es ist immer noch sehr heiß) gestartet, da ging wieder das Licht an. Ganz Bani machte einen kleinen Freudenschrei.

Als ich heute Morgen auf stand hörte ich in der Abstellkammer leises Fiepen. Und was sah ich dort? 5 kleine Welpen, die Keana (Hunde-Mama von Meno) am Morgen geworfen hat. Super süß, auch wenn ich icht weiß, was mit denen passieren wird, wenn sie größer werden.  Und von wegen Meno, ware das letzte Kind von Keana.

Eleah, meine Gastnichte, sagt jetzt seit neustem nicht mehr „ Tita“, sondern „Angkizka“ zu mir.

Liebe Gruesse und hier die FOTOS!

Eure Franziska