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Home Sweet Home

Seit einer Woche wohne ich jetzt bei meiner neuen Gastfamilie in Bugallon. Meine Gastmama heißt Madam Gemma und weil momentan Semesterferien sind leben auch ihre zwei Kinder Chin-Chin (17) und Jem-Boy (18) hier. Ate Gemma ist wirklich sehr nett und sie spricht fast nur Tagalog – oder zumindest Taglish – mit mir auch wenn in der Familie normalerweise Pangasinan geredet wird. Ich fühle mich also ganz wohl. Schade ist nur, dass Ate Gemma sogar noch ein bisschen besser begütert ist als meine alte Familie in Alaminos. Ich will ja nicht behaupten, dass ich die eigene AirCon in dieser brütenden Sommerhitze nicht schätzen würde, glücklicher hätte es mich aber gemacht, ab sofort in einfacheren, gewissermaßen philippinischeren Verhältnissen zu leben. So sind wir am ersten gemeinsam verbrachten Sonntag nach der Kirche in die Mall in Dagupan gefahren und haben einen Film angesehen. Es war sehr schön – immerhin mein erster Kinobesuch seit 8 Monaten – aber jeden Tag will ich meine Freizeit eher nicht so verbringen.

Direkt am zweiten Tag habe ich mich ganz fürchterlich verfahren weil ich mir über die genaue Lage meines neues heims nicht ganz sicher war. Inzwischen habe ich aber ausbaldowert, dass ich etwa 200 Meter vom Verkehrsknotenpunkt „Socony“ der Straßen nach Alaminos, Dagupan und Manila befinde (gebt 15.972057,120.211194 bei google.maps ein, wenn ihr es genau wissen wollt). Gerade morgens muss ich trotzdem ziemlich lange neben der Straße stehen wenn ich zu meiner Arbeit nach Sual kommen will. Dort ist praktisch alles so wie immer außer, dass jetzt in den Schulferien und nach Ende der Workcampsaison ständig alle 14 Kinder da sind und beschäftigt werden wollen/müssen. Zu allem Überfluss ist am Montag die japanische Jahrespraktikantin Misa zurück in ihre Heimat geflogen, sie hat ihre Zeit bereits „abgesessen“.

Inzwischen habe ich auch zwei Mal bei den Missionaries of Charity in Lucao, Dagupan gearbeitet. Ich bin noch ziemlich viel am rumrennen und herausfinden, wo ich am effektivsten mithelfen kann und wo im täglichen Schedule der Kinder (momentan 6 Babys, 8 normale oder leicht behinderte und 5 schwerbehindert Kinder) Lücken sind um etwa Vorschulunterricht zu geben.

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Ich danke allen für die Unterstützung, die ich erfahren darf und sende die besten Grüße aus Bacabac, Bugallon, Pangasinan, Luzon, Philippinen. Eure Sina

2 Kommentare

  1. Klaus Manger Klaus Manger 18. April 2013

    Hallo Sina,
    nicht nachdenken, wo Du am dringendsten gebraucht wirst –
    sein, wo Du bist! Dort bist Du hingestellt. Den Rest kriegst Du dazu geschenkt.
    Und dann sind es plötzlich zwei, die helfen.
    „Ich bin der immer bei euch“, sagte er im brennenden Dornbusch.
    Liebe Grüße
    Klaus

  2. Klaus Manger Klaus Manger 24. April 2013

    Hallo Sina,
    die Betten auf dem Foto wirken schon ein wenig irritierend.
    Liegt wahrscheimlich daran, dass niemand drin liegt und keine Pflegekraft zu sehen ist.
    Dein Tag ist ansonsten ganz schön ausgefüllt, derzeit hier auch – nur ich kanns mir einteilen wie ich mag (meist).
    Grüße und alles Gute
    von Klaus, Eva, Ruben