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Negros

Am 09. Februar sind Franzi und Ich am Internationalen Flughafen in Manila gelandet, auf den Tag 6 Monate nach unserer ersten Landung dort. Dieses Mal kamen wir aber nicht aus dem kalten Deutschland sonders aus dem überaus heißen Silay, einer kleinen Stadt auf Negros Okzidental. Dort kann man einige schöne alte Holzherrenhäuser besichtigen, Überbleibsel aus spanischer Kolonialzeit. Negros wird auch als “Zuckerinsel” bezeichnet weil ein Hauptagrarprodukt der Zucker ist und natürlich wollten die ausländischen Zuckerbarone nicht auf standesgemäße Hauser verzichten. Eines der Herrenhäuser war sogar mit antiken Möbeln, Bildern und Kleidern als Museum eingerichtet.

Wenngleich brütend heiß fanden wir Silay ganz schön, auch wenn es in der ganzen Stadt scheinbar nur halb Liter Flaschen Wasser zu kaufen gab. Wie bis jetzt alle Inseln, hatte e seine neue Spielart von Tricycles zu bieten. Von Davao und seinen “Jeepnicles” habe ich ja schon berichtet. Diese Sorte (die eigentlich “Pedicab” genannt wird) herrschte auch auf Camiguin vor. Auf Bohol waren gab es in der Kabine eine schmale, einzelne Sitzbank und hinten ein Gepäckfach, von vorne sahen die Gefährte dank einer durchgehenden Glasscheibe aus wie kleine Panzer. Auf Cebu war eine kleine Bank in Fahrtrichtung und hinten noch eine in Gegenrichtung angebracht. Auf Negros schließlich, herrschten Fahrradtricycles vor und die wenigen vorhandenen motorisierten Tricycles hatten das Gepäckfach in der Kabine und hinter der Sitzbank. Mich fasziniert es sehr, die Abweichungen von Insel zu Insel, von Gebiet zu Gebiet zu beobachten. Auch wenn ich sagen muss, dass ich unsere klassischen Luzon-Tricycles immer noch am schönsten finde. Die Fahrradtricycles sind zwar auch sehr nett aber sobald der Fahrer absteigt um zu schieben, fühlt man sich ein bisschen dick…

Aber wo wir gerade von Verkehrsmitteln sprechen: Franzi und Ich haben von Cebu nach Negros den sicher sinnlosesten Flug unseres Lebens gemacht! Die Flugzeit betrug mit allem drum und dran etwa 25 Minuten nachdem wir vorher knapp 2 ½ Stunden am Flughafen herumgestanden sind – und das um 4 Uhr morgens. Na ja, wir haben sicherlich unsere Lektion gelernt.
Der nächste Flug, den wir nehmen, wird uns nach Hause bringen aber bis dahin ist es ja noch ein Weilchen…

Sina

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2 Kommentare

  1. Klaus Manger Klaus Manger 14. Februar 2013

    Hallo Sina,
    beide Berichte höchst interessant. Das sind tolle Eindrücke. So viele Seiten dieses Landes werden deutlich. Im alten Europa merkt man viel zu wenig, wie sich die weite Welt entwickelt.
    Ganz gut, dass Du ein Jahr dort bist. Ich würde bei einem dreiwöchigen Urlaub wahrscheinlich so viel und weit wie möglich durch die Inselwelt der Philippinen toben wollen – wäre sicherlich nicht so sinnvoll.
    Und auch die Leute , mit denen Du unterwegs bist, sind gut drauf.
    Lass es Dir gut gehen!
    Gibts eigentlich Reaktionen auf der Papst-Rücktritt auf den Philippinen? Hier hypt die deutsche Informationsindustrie wie verrückt.
    Ist eine seiner besten Entscheidungen, denke ich.
    Deine Cousine, welche meine Tochter ist, zieht übrigens demnächst um – eigene kleine Wohnung in EF.
    Grüße um die halbe Welt
    Klaus und alle

    • Sina Manger Sina Manger Autor des Beitrages | 15. Februar 2013

      Ueberraschenderweise haelt sich die Aufregung bisher in Grenzen. Vorgesternabend haben wir es im Fernsehen gehoert. Aber die Informationsbranche auf den Philippinen ist sehr national ausgerichtet, internationale Ereignisse kommen wenig zur Sprache und wenn dann geht es oft um Amerika. Von den Praesidentschaftswahlen etwa habe ich etwas mitbekommen aber nur am Tag davor und sehr wenig.