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Bohol

Hallo Freunde der Philippinen und/oder Freunde von mir :-)!

Gerade sitzen Franzi und Ich in der Fähre, die und zur 4. Station unserer Reise bringen soll: nach Cebu, wo wir bei zwei anderen deutschen Freiwillige wohne werden, die wir auf dem Zwischenseminar kennen gelernt haben. Aufgebrochen sind wir von Bohol – laut unserem allwissenden Reiseführer die zehntgrößte Insel der Philippinen – wo wir 3 Tage verbracht haben. Dieser Urlaub bietet mir Ausblicke auf die andere Seite der philippinischen Natur, die der Wälder und Sümpfe, die den Menschen bisher überlebt haben. Wo in Pangasinan die Berge kahl sind, ist hier alles grün und bewaldet…und nass, denn die Regenzeit stimmt nicht mit der von Nord-West-Luzon überein und wir haben auf unserer Reise noch einiges an Wasser vom Himmel mitnehmen können.

In Bohol haben wir in Tagbilaran City gewohnt, einer relativ lauten und trotz objektiver Müllfreiheit irgendwie dreckig anmutenden Stadt, die einen Kontrast zu Bohols Naturschönheiten darstellt. Berühmt ist diese Insel einerseits für die Chocolate Hills und andererseits für seine Affen. Von letzterem haben wir gleich zwei Sorten bewundert: die sogenannten „Mangrove Monkeys“, kleine und recht zutrauliche Äffchen die in Mangrovensümpfen leben (einer hat mir die Hand gegeben und ein anderer probehalber mein Bin angefast), und die Tarsiere, die kleinste Affensorte der Welt, etwa faustgroße Tierchen mit riesigen, unbeweglichen Pupillen und langen, dürre Fingerchen.

Die Chocolate Hills waren sehr schön anzusehen obwohl sie gar nicht schokoladenfarben sondern grün waren – braun werde sie erst wenn am Ende der Trockenzeit das auf ihnen wachsende Gras verdörrt ist. Wir haben uns eine Motorcycle-Tour zwischen den Hügeln gegönnt und später beim Aufstieg auf den Aussichtspunkt gemerkt, wie untrainiert wir inzwischen sind!
Im Gegensatz zu Davao oder Camiguin war die relative Stärke der Tourismus-Industrie auf Bohol deutlich zu spüren. Das Verhalten der Menschen ist irgendwie – undefinierbar – anders. Zwar ist die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der meisten Menschen (insbesondere derer, die nicht in er Tourismus-Branche arbeiten) immer noch enorm aber oft haben wir auch den Spruch „Give me money!“ hinterhergerufen bekommen. Gerade die Kinder scheinen gelernt zu haben, dass das die passende Begrüßung von Menschen mit „weißer“ Haut ist. Von „unseren“ Philippinen waren wir so etwas bis jetzt kaum gewohnt.

Nun ja, Bohol und seine Tier- und Pflanzenwelt mal gesehen zu haben war jedenfalls sehr schön und jetzt freuen wir uns darauf, die Mädels in Cebu wiederzusehen (wo ich dann hoffentlich diesen Artikel hochladen kann).

Ganz liebe Grüße also und freut auch auf mehr Urlaubsberichte. Für alle, die selbst einen Urlaub auf eine der genannten Inseln planen: Wir beatworten gerne Frage, soweit wir es können.

Sina

Ein Kommentar

  1. Karin Vassilakis Karin Vassilakis 15. Februar 2013

    Liebe Sina!
    Du bist meine Reiseführerin: ich mache die Augen zu und stelle mir alles vor. Danke dafür.

    Herzliche Grüße
    Karin