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Zurück in Alaminos

So meine Lieben, hier bin ich wieder!

Nach 15 Tagen mit der Delegation aus dem Bistum Limburg, sitze ich wieder im guten alten Alaminos. Mit einer beschreibung unserer Aktivitäten will ich euch nicht erschöpfen, das könnt ihr relativ genau unter www.petrainalaminos.blogspot.com nachlesen, was ihr ja hoffentlich schon gemacht habt.

Der einzige Unterschied zwischen meinem und Petras Programm war der, dass ich die dreieinhalb Tage zur Mitte der Reise hin nicht in Bani, sondern mit Iris und Lars  – den Delegierten der Gemeinden von Hofheim – in Mabini verbracht habe. Die Sto Nino Parish Mabini ist Partnergemeinde von St. Georg/St. Bonifatius und St. Peter und Paul Hofheim. Ich fühlte mich sehr in meine Anfangszeit hier zurückversetzt mit ständigem vorstellen, nett lächeln und fotografiert werden. In gewisser Weise war es sogar noch schlimmer, da ich von vielen Gemeindemitgliedern in eine Repräsentationsrolle hineingedrückt wurde, die ich gar nicht ausfüllen kann oder will. Auf der anderen Seite fand ich es sehr schön, mal ein wenig Gemeindeleben und Gemeindestrukturen kennen zu lernen, was mir hier in Alaminos durch meine Arbeitszeiten immer etwas verwehrt wurde.

Nach etwa 5 Wochen „Trennung“, habe ich mich sehr gefreut Corinne und Tobi wieder zu sehen. Die beiden hatten ja den ganzen Dezember und noch die erste Januarwoche nicht in Alaminos zugebracht. Seit einigen Tagen haben die beiden einen Praktikanten von BMI (Betlehem Mission Immensee), der 3 Monate bleiben und wahrscheinlich für eine Weile bei mir in Sual mitarbeiten wird.

Wie von Petra berichtet, sind wir für die letzten drei Tage nach Olongapo in der Provinz Zambales gefahren um dort die PREDA foundation zu besuchen. Die Natur von Zambales hat mich sehr beeindruckt, sie ist der von West-Pangasinan nicht unähnlich, aber irgendwie eine Nummer größer. Laut Aussagen verschiedenster Philippin@s, war die Regenzeit in diesem Jahr kurz. Zwar gab es Überschwemmungen aber durch die massive Abholzung kann der Boden das Wasser nur schlecht speichern. Die Folgen ließen sich in Zambales gut beobachten. Flüsse von der breite des Mains in der Frankfurter Innenstadt führten kaum noch Wasser, viele kleinere Flussläufe waren bereits ganz ausgetrocknet. Corinne hat erzählt, das im letzten Jahr in Alaminos über den letzten Sommermonat das Wasser knapp wurde – ich frage mich, was noch auf uns und vor allem auf die Bauern und Farmer zukommen wird, wenn es schon jetzt Mitte Januar so trocken ist.

Darauf, PREDA (siehe) kennen zu lernen, hatte ich mich im Vorfeld sehr gefreut. Tatsächlich wurde uns ein –soweit ich das einschätzen kann – guter Überblick über die Projekte der foundation gegeben, mit besonderem Schwerpunkt auf den Fairhandelsaktivitäten von PREDA, die als Zwischenhändler für Produkte fungiert, welche in Weltläden in vielen europäischen Ländern, insbesondere aber in Deutschland verkauft werden. Zurzeit arbeiten auch 4 deutsche weltwärts Freiwillige bei PREDA, die wir bei unserem Besuch treffen konnten. Nächste Woche zum Zwischenseminar in Davao werden wir sie wiedersehen. Allgemein finde ich die von PREDA geleistete Arbeit sehr bewundernswert, ein Eindruck, der sich nach der Lektüre von Pater Shay Cullens Buch „Kein Kind ist verloren“ (Pater Shay ist Mitbegründer von PREDA)noch verstärkt hat. Ich kann das Buch jedem weiterempfehlen, der mit der Philippinenarbeit zu tun hat und/oder sich für den fairen Handel bzw. das Thema Kinderprostitution interessiert (http://www.dwp-rv.de/cm/index.php?menuid=26&reporeid=155).

Voraussichtlich im April werden Franzi und Ich für einen Monat eine Art „Freiwilligen-Praktikum“ bei PREDA absolvieren. Danach werde ich eher in der Lage sein, mehr über die Arbeit von PREDA zu schreiben.  Bis dahin hier die Website: http://www.preda.org/en/.

HIER sind einige Bilder vom Besuch der Delegation.

Gestern war nach dieser längeren Pause mein erster Arbeitstag bei CFF Sual. Zu meiner freudigen Überraschung sah der Kompost ganz gut aus. Leider musste ich etwa 1 ½ Stunden früher als sonst gehen weil ich mich ziemlich schlecht gefühlt habe. Was auch immer es ist, anscheinend hat Florian – Corinnes Praktikant – etwas Ähnliches. Heute werde ich wohl noch zuhause bleiben.

Liebe Grüße,

Sina

4 Kommentare

  1. Klaus Manger Klaus Manger 17. Januar 2013

    Hallo Sina,
    sind beeindruckende Bilder, erzählen viel von den Orten und Menschen mit denen du zusammen bist.
    Jetzt ist mir erst klar geworden, warum ausgerechnet im Marxheimer Gemeinschaftshaus die beeindruckende Aufführung zur Kinderprosti-tution der Preda-Jugendgruppe stattfand.
    Eva hatte mich dazu mitgenommen, weil sie über den Kirchenladen dort involviert war. Die Welt sit klein.
    Die Besteigung (auch wackelnder) Türme schein außerdem eine Eigenheit der Familie Manger zu sein…
    Aus dem verschneiten Rhein-Main-Gebiet liebe Grüße
    Klaus

    • Sina Manger Sina Manger Autor des Beitrages | 21. Januar 2013

      Ich hätte die Aufführung damals gerne gesehen, sie wurde auch bei mir in der Nähe gezeigt aber ich hatte leider keine Zeit. Im Rückblick hätte ich mich wohl freischaufeln sollen. Na ja, zumindest habe ich jetzt Teile des Stüks gesehen, das war schon viel wert.

      Ganz liebe Grüße,
      Sina

  2. Andrea Manger Andrea Manger 18. Januar 2013

    Liebe Sina,
    schön dass Du wieder online bist. Die Berichte von anderen sind sehr interessant, trotzdem habe ich mich auf Deine direkten Erzählungen gefreut. Ich bin immer wieder beeindruckt, welche Anstrengungen alle unternehmen, um die Projekte so gut wie möglich zu steuern, obwohl doch vieles sich nicht so effizient umsetzen lässt, wie es gedacht war. Preda scheint hier eine Ausnahme, vielleicht nur deshalb, weil ich noch nichts von „innen“ gehört habe.
    Ich hoffe Du bist jetzt wieder völlig fit und kannst Deiner Arbeit wieder nachgehen, damit noch ein wenig Zeit für die Kinder und Dich da ist.
    Ich drück‘ Dich
    Mama

  3. Karin Vassilakis Karin Vassilakis 19. Januar 2013

    Liebe Sina,

    gute Besserung und ich denk an Dich!!!!!

    <3 K-rin <3