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Der Neuste Stand Der Dinge

Hallo meine lieben Leser,

Dank dem Blog von Petra Händler seid ihr auf dem Laufenden geblieben und auch Sina hat sich schon wieder gemeldet.
Jetzt möchte ich euch auch noch mal ein gutes neues Jahr wünschen und kaum zu glauben, dass ich schon in einem Halben Jahr wiederkomme. =)
Mit dem neuen Jahr hat sich auch meine Arbeitsstelle geändert. Seit dem wir die Delegation letzte Woche verabschiedet haben, arbeite ich 2-3 Mal in der Woche in der Elementary School in Bani mit. Am Morgen helfe ich beim Kochen für das Feeding- Programm für unterernährte Kinder. Am Nachmittag bin ich in der Special- Childern- Class (SPED-Class). Dort unterrichtet ein taubstummer Lehrer auf Gebärdensprache ca. 7-8 Schüler und, weil sie sich vom Krach und Lärm der geistig eingeschränkten Kinder nicht stören lassen, gibt eine Sonderschullehrerin ca. 7-8 Kindern parallel Unterricht. Integrative Schulen gibt es hier leider sehr wenig und die Kinder kommen zum Teil von sehr weit weg. Das führt dazu, dass zudem noch 4-5 Familienangehörige der Kinder(meistens die Omas) mit in dem kleinen sehr kinderlieb eingerichteten Raum sitzen.
Am Vormittag kochen sie abwechselnd für die Kinder eine Meryenda, was aber unabhängig vom staatlichen Feeding-Programm ist.
Bis jetzt habe ich noch nicht richtig meine Aufgabe gefunden und habe erst mal beobachtet und die ersten Wörter auf Gebärdensprache gelernt. Aber ich glaube, dass wird sich ändern, wenn ich wieder vom Zwischenseminar und dem Urlaub mit Sina wieder komme.
Am Donnerstag gehe ich immer noch zum Feeding-Programm nach Infanta mit dem SAC, aber das ist Ende Februar voraussichtlich zu Ende.
Außerdem begleite ich Fr. Jonas zur Barangay-Messe nach Centro Toma, wo im Anschluss immer ein Therapie- Programm für Special- Children von der Kirche angeboten wird. Dieses Angebot ist für die Patienten kostenlos und die Therapeutin macht diese Arbeit freiwillig.

Neues aus der Gastfamilie: Ich bin wieder mal angeschlagen, irgendwie erwischt es mich hier öfters. Die Kleine „Baby-Jana“(=Kind von Keana, dem Hund), wie Eleah zu sagen pflegt, bekommt jetzt Zähnchen und beißt schon ordentlich zu. Wahrscheinlich ist er schon richtig groß, wenn ich wieder aus dem Urlaub komme.
Heute war ich Mangroven-Bäume mit der Gemeinde in Anda pflanzen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, mit welchem Hintergrund sie gepflanzt wurden. Ich nehme an, dass sie die speziellen Fische und Vögel vom Aussterben schützen und mit dieser Aktion mehr Lebensraum für sie schaffen wollen. Diese Initiative kam, denke ich, von der lokalen Regierung, sonst wären nicht so viele wichtigen Menschen dabei gewesen, wie der Governant- Cauncel von Anda und so. Nunja nachdem 5.000 Mangroven mit 18 Leuten gepflanzt wurden, was etwa eine Stunde gedauert hat, und nicht zu vergessen die ganzen Foto-Schootings, gab es erst mal eine große Meryenda.
Ich sehe die Aktion ein wenig kritisch, mit dem Hintergrund, dass dieses Jahr im Mai Nationalwahlen sind und die Mangroven von vor einem halben Jahr nicht wirklich angegangen sind. Hoffentlich ist es dieses Mal besser.

Aller liebste Grüße und bis dieses Jahr schon…

Eure Franziska

FOTOS!

 

Ein Kommentar

  1. Walter Henkes Walter Henkes 19. Januar 2013

    Hallo Franziska,
    so langsam habe ich mich wieder an die Temperaturen hier gewöhnt. Draußen liegt Schnee. In den ersten Tagen habe ich meine Wohnung ziemlich stark beheizt. Am Montag bin ich um 17 Uhr ins Bett und am Dienstag gegen 9 Uhr wach geworden. Inzwischen bin ich wieder eingewöhnt.

    Du schreibst von den Mangroven. Diese Bäume hat mir auch Father Edwin schon gezeigt, als er noch Pfarrer in Bani war. Damals erklärte man mir, es ginge darum, dass Stürme und Fluten nicht so einfach ins Land hineinschwappen. Vorher muss es immer wieder zu Überschwemmungen gekommen sein. Diese Begründung leuchtete mir vor vier Jahren ein.
    Ein gewünschter Nebeneffekt sind viele Vögel und ein Rückzugsgebiet für kleinere Fische. Damit wird das Gebiet touristisch wertvoller und nicht so schnell überfischt.
    Heute Abend fahre ich auf einen Geburtstag. Ansonsten fängt in den Pfarreien die Fastnacht an – Sitzungen, Bälle, Umzug.
    Dir noch eine schöne Zeit in den warmen Philippinen.
    Mit freundlichen Grüßen, Walter