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Christ The King

Freitag, 12Uhr Treffen vor der Kirche. (Philippino Zeit)
Um 1 Uhr dann fuhr der mit Gepäck und den 23 Jugendlichen beladene Truck vom Kirchplatz in Bani und los ging es nach Eguia zum Youth Camp. =)
Anlässlich zum großen Feiertag Christ König veranstaltet das Bistum Alaminos ein Jugendcamp für alle Jugendlichen des Bistums. Dies findet immer in einer anderen Pfarrei statt und dieses Jahr war es auf dem Schulgelände der Elementary School von Eguia.

Auf dem Zeltplatz wurde für jede Pfarrei ein Feld abgesteckt, in dem sich dann die Gruppen mit ihren Zelten breit machen konnten. Neija, „breit machen“ ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn es war schon ein sehr eng bemessener Platz. Wir mussten schließlich noch eine kleine Küche darin unterbringen, denn jede Gemeinde kochte und wusch für sich selbst. (Der Küchendienst-Plan erinnerte mich stark an die Mini-Freizeit, nur das es noch einen extra Dienst fürs Wasserholen gab.) Deshalb waren wir sehr froh, dass wir ein Randstück zugeteilt bekamen und so auch noch Schatten von den angrenzenden Bäumen hatten.

Wir kamen also an, bauten die Zelte auf (Sina und ich teilten uns ein Zelt), aßen einen kleinen Snack, begrüßten Leute aus den anderen Gemeinden, die wir schon auf dem andern Jugendcamp kennengelernt haben und erkundschaften das Gelände und Eguia. Manche Gemeinden hatten richtige Hochburgen gebaut, mit Eingangsbogen, gesamter Küchenausstattung, Banner und bedruckten T-Shirts. Außerdem stellten wir fest, dass Eguia ein ziemliches Dorf ist und direkt am Meer liegt. (Leider kamen wir nicht zum Schwimmen.)

Abends startete dann das Programm mit einem Gruppentanz zur Animation, der uns das ganze Wochenende begleitete, und einer kurzen Begrüßung aller 20 Pfarreien. Anschließend pilgerten alle Jugendliche mit Kerzen von der Elementary School Hall zur Kirche, wo Bischof Marlo einer Messe hielt.
Nach dem Abendessen gab Fr. Jonas den ersten spirituellen Input zum Thema „Glauben Leben“ und schwupps wurde es ziemlich spät und wir krochen in unsere Zelte. Aber nicht ohne noch vorher die Regeln vom Spiel „Mörder“ erklärt und die Papierzettelchen dazu ausgeteilt zuhaben. (Damit irgendwie doch Mini-Freizeit-Stimmung aufkommt.) =)

Noch vor dem ersten Morgengrauen ging auch schon laut die Musik von der Youth-Camp-Leitung an und ich trank glaube ich den ersten Kaffee auf den Philippinen vor Sonnenaufgang. Es gab ein Morgengebet, einen zweiten spirituellen Input, Workshops in die wir uns vorher einteilen sollten. Sina und ich wählte beide „Mobilizing the youth for environment“ und lustiger Weise leitete den Noly vom Social Action Center an, eine schöne Überraschung, aber leider war uns alles schon bekannt.
Nach einer langen Mittagspause im Schatten der Bäume, standen auf dem Nachmittagsprogramm eine Art Diskussionsrunde erst in kleinen Gruppen, und dann wer wollte konnte vor der ganzen Menge seine Gedanken teilen.
Wer sich jetzt denkt: „Ahh, erinnert mich irgend wie an Taize!“ – Richtig, hat es mich auch. Abends gab es dann noch ein Taize- Gebet und das tat mir echt gut, zu Ruhe zu kommen.
Apropos Taize: Die Duschen waren nicht ganz so komfortabel wie in Taize und es hat einwenig gedauert, bis ich verstand, dass man ohne mitgebrachten Eimer, den man sich bei einer Wasserpumpe auffüllte, und Schöpfer nicht weit bei den Duschen kam.

Am Sonntag war jedenfalls die große Feier von Christ the King zu der alle Menschen nach Eguia strömten. Erst wurde ein Gottesdienst auf dem Kirchplatz gefeiert und anschließend gab es eine Parade durch Eguia. Es war irgendwie ein Mix aus Fronleichnamsprozession und Karnevalumzug. Vor unserer Bani-Gruppe trommelte die Kapelle der Elementary School wie die Weltmeister, hinter uns hörten wir die Glockenspiele der Kapelle der Catholic School Dasol, wo zu passend im Takt Stöcke und Fahnen geschwungen wurden.
Ganz Eguia war mit Fähnchen geschmückt und an vielen Eingangstüren waren „Christ the King“ Plakate und Wasserkanister für alle durstigen Pilger bereitgestellt.

Ich genoss die fröhliche Stimmung der Parade und es war erstaunlich, wie viele bekannte Gesichter wir getroffen haben.
Nach 2 Stunden laufen durch die Stadt packten wir erschöpft unsere Sachen zusammen und luden wieder alles auf den Truck der uns abholte. Mit einem lauten „ByeBye“ und viel Gewinke und Geschrei fuhr der Truck vom Zeltplatz. Diesmal mit Sina und mir hinten auf der Ladefläche, weil wir uns dieses Abendteuer nicht entgehen lassen wollten. Es war inzwischen schon ziemlich spät geworden und bei viel Gesinge und Gelache genoss ich den Sonnenuntergang und die Fahrt in die Nacht hinein.

Franziska

P.S. Ich habe natürlich auch „Tatutzita“ und das „Lappenspiel“ gespielt.

P.S.Hier die Fotos vom Camp.

2 Kommentare

  1. Ingrid Noll Ingrid Noll 2. Dezember 2012

    Liebe Franziska,
    ich habe wieder mit großem Interesse alles gelesen. Toll! Weiterhin alles Gute für dich und Sina und liebe Grüße
    Ingrid Noll

  2. Ingrid Noll Ingrid Noll 2. Dezember 2012

    Liebe Franziska,
    ich habe wieder mit großem Interesse alles gelesen. Toll!
    Advent und Weihnachten wird dieses Jahr anders für Dich sein. Ich wünsche Euch gute Erfahrungen!
    Liebe Grüße
    Ingrid Noll