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Mangatarem – Sual – Dagupan

Hallo liebe Leser,

am Samstag waren wir endlich wieder zur Reforestation in der Barangay Pacalat in Mangatarem. Allerdings  wurden diesmal überhaupt keine Bäume gepflanzt. Weil Simon (siehe) aufgrund des Landestreffens seiner Organisation BMI erst mittags dazukommen konnte hatte er den Bauern Aufgaben in der Nursery, also der Baumschule gegeben. Franzi und Ich kamen gleichzeitig mit einigen Frauen an und haben ihnen sofort dabei geholfen, großräumig Gräser und andere Bodengewächse im Umkreis der Nursery (bis dahin nur ein paar Beete und eine Art Unterstand mit Tisch und Schultafel) zu roden. Währenddessen haben die Männer lange Bambusstangen und Zementsäcke durch den Fluss geschleppt. Ziemlich bald war dann mit diesen das Grundgerüst eines Hauses mit einbetonierten Pfeilern geformt worden. Am Nachmittag wurde ein traditionelles Grasdach in Angriff genommen und bis Feierabend fast ganz fertig gestellt, außerdem entstand mit unserer aller Hilfe noch eine Regenrinne für die schon stehende Hütte, über die jetzt Regenwasser in einen Auffangtank geleitet werden kann, und eine Steineinfassung für den neuen Kompost. Innerhalb nur eines Tages hat sich die Nursery sehr zu ihrem Vorteil verändert, sodass sie jetzt auch für den Besuch des Bischofs am nächsten Montag bereit ist J. Die Bilder des ganzen sind im neuen Ordner Reforestation Oktober.

Am nächsten Morgen konnte ich einige neue blaue Flecken bestaunen, denn die halb- bis dreiviertelstündige Fahr mit dem Tricycle von Mangatarem Town bis Pacalat ist nichts für schwache Gemüter. Lange Zeit meine Blessuren zu pflegen hatte ich allerdings nicht, denn ich musste zu meiner Arbeit in Sual. Die älteren Kinder dort stellen in ihrer Freizeit  einfache Armbänder her, die an Besucher verkauft werden, so können sie selbst etwas Geld verdienen. Ich hatte versprochen, ihnen etwas neues (und für die anspruchsvolleres) beizubringen also brachte ich eine Menge Material für geknüpfte Freundschaftsbändchen mit. Einige haben inzwischen wirklich schöne Bändchen produziert.

Unser Abenteuer vom Montag könnt ihr in Franzis letztem Artikel nachlesen und die Bilder hier nachschauen.

Am Dienstag ging es gleich wieder nach Sual, diesmal auch für Franzi. Weil wir am Mittwoch in einer Visumsangelegenheit nach Dagupan mussten, hatte meine Chefin im Heim uns eingeladen, bei ihr zu übernachten und uns dann morgens ins Immigration Office zu begleiten. Der Rotary-Club Dagupan feierte irgendein Jubiläum im Heim und zu diesem ganz besonderen Anlass war das Jolibee-Maskottchen eingeladen worden (Jolibee ist so etwas wie der philippinische McDonalds). Es gab also jede Menge Spiele, Musik, Fastfood und Fotos. Ich persönlich konnte dem Spektakel wenige abgewinnen aber zumindest die Kinder haben sich gefreut. Der Behördengang in Dagupan war dann für uns beide sehr anstrengend weil die philippinische Bürokratie für Uneingeweihte einige Fallstricke bereithält. Immerhin hatten wir aus den Fehlern unserer Vorgänger gelernt und waren mit langen Hosen und geschlossenen Schuhen entsprechend dem Dresscode der Behörde ausgerüstet. Dann haben wir noch schnell einen der Gründer von CFF kennengelernt bevor wir einen Bus zurück nach Alaminos genommen haben.

Dort haben wir Peter getroffen, den „Mister Alaminos“ des Bistums Limburg, der wegen des 10jährigen Ordensjubiläums von Fr. Aaron in Burgos auf die Philippinen geflogen war und hier gleichzeitig die Reisen der deutschen Delegation im Dezember/Januar und der philippinischen Delegation im Mai mitorganisiert. Netterweise hat er und Päckchen mit dem Lebensnotwendigsten aus Deutschland mitgebracht, sodass ich jetzt wieder zur Genüge mit Autan eingedeckt bin und dank neuer Bankkarte jetzt sogar hier Geld abheben kann.

Mir geht es also soweit gut. Danke an alle, die meinen Blog lesen und mich so fleißig mit Kommentaren unterstützen!

Liebe Grüße aus Sual, eure Sina

Ein Kommentar

  1. Roger Manger Roger Manger 13. Oktober 2012

    Meine liebe Sina,
    scheint so, als ob sich die Aktivitäten gerade überschlagen … behalte also weiter den Kopf oben, besonders bei Flut.
    Ich umarme dich, Papa