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Seminar im Seminar, Feeding und College-Party

Magandang gabi (bei euch in Deutschland – 6 Stunden in der Vergangenheit – ist es tangahli)!

Vom Montag bis zum Mittwoch haben wir beiden im Priesterseminar, etwa 15 Minuten von Alaminos entfernt, übernachtet. Dort fand ein dreitägiges Seminar zum Thema „Project Planning and Management Training“ statt, an dem etwa 50 Priester und Funktionsträger aus dem Diözese teilgenommen haben, darunter der Großteil des SAC-Teams, Simon (der Schweizer, der für das Reforestation-Projekt in Mangatarem zuständig ist) und eben wir. Inhaltlich war der Seminarleiter ziemlich gut und wir konnten dank einer englischen Powerpoint-Präsentation und weil wir beide mit dem Thema schon einigermaßen vertraut waren, ganz gut folgen. Wir waren mit den SAC-Leuten, Simon und zwei DJs von der Radiostation in einer Gruppe (mit dem schönen Namen „mixed nuts“), die sich mit dem Problem beschäftigte, dass von 20 Parishes nur 5 aktive, d.h. organisierte und effektive SACs haben. Im Laufe des Seminars wurden dazu Ziele formuliert und ein Aktionsplan aufgestellt. Gestern habe ich mitbekommen, dass dieser Plan jetzt wohl tatsächlich umgesetzt werden soll, was mich doch beeindruckt.

Das Priesterseminar wird zurzeit von 16 Seminaristen und 2 Priestern bewohnt. Ich fand den Gedanken merkwürdig, dass die meisten Jungen dort direkt nach der Highschool – also mit etwa 16 Jahren – ins Seminar eintreten. Größtenteils waren die angehenden Priester also in unserem Alter. Franzis Ukulele erfreute sich größter Beliebtheit bei den Seminaristen, von denen die meisten Gitarre spielen können, jeder wollte sie mal ausprobieren. Wir haben viel gespielt und gesungen, vor allem mit einem 2nd year namens Michael, und konnten am Ende des zweiten Abends ein recht vorzeigbares philippinisches Kirchenlied mit Gitarre, Ukulele und Stimme präsentieren. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht!

Heute waren wir auf einer „Acquaintance-Party“ des St. Joseph Colleges direkt neben der Kathedrale. Unsere Sprachlehrerin Madam Santos hatte uns eingeladen, sie zu begleiten. Und wen haben wir da wohl wiedergetroffen? Unsere Seminaristen im extrem amerikanischen Promoutfit! Für und war es sehr amüsant den zukünftigen Priestern beim Tanzen und rumschäkern mit Mädels zuzusehen. Uns haben auch zwei aufgefordert…
Gestern konnten wir unserem zweiten „Feeding“ in Infanta beiwohnen. Während Corinne und Marlyn (vom SAC-Team) die Mütter geschult haben, durften wir die 63 Kinder beschäftigen. In Infanta wird nicht mal wirklich Tagalog gesprochen sondern Elocano aber mit Händen, Füßen und pantomimischen Vorführungen konnten wir uns verständlich machen. Wir hatten Luftballons dabei, was der absolute Hit bei den kleineren war, die etwas älteren Mädels (vielleicht 5-8 Jahre alt) haben mir gezeigt, wie sie mit kleinen Gummibändern spielen: Sie haben eine Art Schnickspiel, ansonsten knoten sie die Gummis zu langen Bändern zusammen mit denen sich Hüpfspiele und Gummitwist spielen lassen. Zuletzt haben Franzi und ich noch Pferdchen gespielt und mit je einem Kind auf dem Rücken Wettrennen veranstaltet. Bei der Hitze haben wir beinahe mehr geschwitzt als morgens im Fitnessstudio von Alaminos. Aber es hat sich gelohnt! Die Kinder hatten Spaß, wir auch und die Mütter und Großmütter haben uns zugeschaut und dabei auf eine Art gelächelt, die klar gemacht hat, dass sie alle Schwierigkeiten und Probleme vergessen haben.

Und noch etwas gibt es aus Infanta zu berichten. Bei dem ganzen rumgerenne habe ich meinen IPod verloren, den ich zum Musikhören auf der langen Busfahrt dabeihatte. Ich hätte das nie im Leben gemerkt aber auf einmal stand eines der Mädchen neben mir, zupfte mich am Arm und hielt mir das Teil entgegen: „Ate (große Schwester“), Ate!“ So viel zum Thema auf den Philippinen wären alle Kinder als Taschendiebe unterwegs…

Danke, danke für die alle Kommentare, ich freue mich immer sehr, wenn ich einen neuen sehe! Zur Belohnung gibt es eine neue Bildergalerie

Euch allen ein schönes Wochenende!
Sina

Ein Kommentar

  1. holger holger 1. September 2012

    Hallo Sina, ist ja toll, was ihr da alles so macht. Sehr engagiert! Schöne zu sehen, dass es euch gut geht. Das mit der Sprache kann man kaum glauben, da treffen sich also Landsleute und können nicht miteinander reden. Das Pferdchenrennen hätte ich gerne gesehen:) LG Holger