Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Der erste Tag

Mgandang hapon po everyone,

gestern Abend sind wir in Alaminos angekommen, nach etwa 16 Stunden Flug und vielleicht 7 Stunden im Auto…

Im Vorfeld war es zu einigen Aufregungen gekommen nachdem die deutschen Nachrichtenportale geschlossen verlauten ließen, Manila und die nördlichen Provinzen seien komplett überflutet. Tatsächlich müssen momentan tausende Menschen aus verschiedenen Gebieten evakuiert werden weil der jährliche Monsun seit mehr als einer Woche unaufhörlich Regen bringt. Der Blick, den wir beim Landeanflug auf Manila werfen konnten war auch nicht gerade beruhigend, die Stadt schien an ihren Rändern einfach bis ins Meer weiter gebaut worden zu sein. Der Flughafen in Manila war allerdings nicht betroffen und auch der Weg von Manila nach Alaminos verlief von einigen kleineren wetterbedingten Umwegen abgesehen problemlos, die Straßen und Städte auf unserem Weg standen nur vereinzelt unter Wasser und maximal bis Wadenhöhe.

Ich habe die Fahrt nach Alaminos sehr genossen und beinahe die ganze Zeit aus dem Fester geschaut. Das wenige, was wir von Manila gesehen haben, erweckte für mich den Eindruck, irgendwo habe mal ein Haus gestanden und dann seien hundert Leute gekommen und hätten ganz nach persönlichen Vorlieben und in allen Farben angebaut. Andererseits sieht man von überall aus riesige Wolkenkratzer, teils fertig, teils noch im Rohbau – denn Manila will weiter wachsen.

Etwa eine Stunde vor Alaminos haben wir in einer Parish der Diözese Alaminos haltgemacht, in der gerade Hilfspakete für die Evakuierten des Gebietes zusammengestellt wurden, um auf Msgr. Rey zu warten, der in Salasa zu uns stoßen sollte. Die Luft draußen ist ziemlich warm und sehr feucht. Jedes Mal, wenn ich bisher ein Gebäude (mit air con) verlassen habe, dachte ich, ich betrete das Tropenhaus des Frankfurter Palmengartens. Wenn es nicht gerade regnet, tropft es beständig aus Palmen, Bäumen und von Häusern herunter.

Franzi und ich wohnen in eigenen Zimmern über der Radiostation in Alaminos. Nachts war es sehr laut und weil ich in Frankfurt an einer 6spurigen Allee schlafe, habe ich mich gleich zuhause gefühlt. Heute Mittag sind wir dann mit Brother Randy eine Runde durch Alaminos gelaufen und haben Adapter und SIM-Cards gekauft – und natürlich Regenschirme.

Später sind wir mit Msgr. Rey und Fr. Ed in einem Restaurant mit genialem Blick aufs Meer und auf die Hundred Islands philippinisches Bier trinken gegangen. Schmeckt ziemlich gut. Zurück in Alaminos haben wir den Bischof getroffen, der mit uns zu Abend gegessen hat.

Bilder folgen (irgendwann) 🙂
Sina

Ein Kommentar

  1. Karin Vassilkis Karin Vassilkis 10. August 2012

    Wow, Du bist daaaaaaaaa. Nichts anderes habe ich erwartet! Ich drück Dich, K-rin