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Mi Ultimo Adiós

Nur noch wenige Stunden trennen mich von meinem Flug zurück nach Deutschland. Ein letztes Mal heißt es nun Abschied nehmen. In diesem Zusammenhang kommen mir die letzten Zeilen eines Gedichts des philippinischen Nationalhelden José P. Rizal in den Sinn:

Lebe denn wohl, geliebtes Vaterland, Kind der Sonne,

Perle des östlichen Meeres, unser verlorenes Paradies.
Mit Freuden will ich mein düsteres, trauriges Leben dir opfern.
Und wenn es auch strahlender, frischer und blühender wäre,
Gäbe ich es für dich, für deine Würde und Größe.

Das Gedicht schließt mit den Versen:

Lebe du wohl, süße Fremde, meine Freundin, meine Freude,
Lebt ihr wohl, geliebte Wesen: Sterben heißt schlafen!

Anders als bei Rizal, der diese Zeilen kurz vor seiner Exekution durch die spanischen Kolonialherren verfasste, ist es bei uns zum Glück kein Abschied für immer. Es bleibt die Hoffnung auf ein Wiedersehen.