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Von Insel zu Insel

Dreizehn Tage, neun Inseln – am frühen Freitagmorgen brechen wir auf zu unseren letzten philippinischen Ferien in den Visayas, der Inselgruppe zwischen Luzon und Mindanao.

Zuvor treffen wir noch einmal unsere alten Bekannten aus der Zeit unseres Sprachkurses in Manila. Der Blumenladen, in dem ich vor gut elf Monaten noch meinen zwanzigsten Geburtstag feierte, gibt es nicht mehr. An seiner Stelle steht nun ein kleiner Tante-Emma-Laden. Für ein geselliges Beisammensein gibt es keinen Platz mehr. Spontan veranstalten wir also eine kleine Straßenparty. Es gibt Bier und Grillspieße. Es ist ein schöner Abend!

Tags drauf fahren wir zur Divisoria Mall. Zu günstigsten Preise gibt es dort alles, was das Herz begehrt. Wir streifen an unzähligen Marktständen vorbei, kaufen das ein oder andere ein. Zurück in unserer Jugendherberge warten wir dann auf die Ankunft von Sonjas Cousine.

visayas_02Erst nach Mitternacht landet ihr Flieger. Ein Taxi bringt uns zurück. Müde fallen wir in unsere Betten. Mäßig ausgeschlafen geht es am nächsten Tag direkt weiter nach Bacolod auf der Zuckerinsel Negros. Nun kann der Urlaub beginnen! So schauen wir uns die Stadt mit ihren umliegenden Sehenswürdigkeiten an. Bei unserem Ausflug zu den Wasserfällen von Mambukal, einem kleinen Ort unweit der Stadt, geraten wir in einen heftigen Regenschauer. Schnell sind wir nass bis auf die Haut. Das anschließende Bad in einer heißen Quelle wärmt uns wieder etwas auf.

Vorbei an unzähligen Zuckerrohrfeldern geht es am nächsten Tag weiter nach Dumaguete, einer Hafenstadt im Süden der Insel. Eigentlich wollen wir von dort aus noch am selben Tag mit der Fähre nach Bohol übersetzen. Das einzige verfügbare Schiff befindet sich momentan allerdings im Trockendock. Gezwungenermaßen legen wir also einen kurzen Zwischenstopp auf der bezaubernden Insel Siquijor ein. In Begleitung mehrerer Hunde verbringen wir dort einen gemütlichen Tag am Strand ehe wir am späten Abend weiter nach Bohol fahren.

visayas_08Mehr schlecht als recht bekommen wir zu dieser späten Stunde noch ein kleines Hotelzimmer am Hafen. Für die eine Nacht tut es seinen Dienst.

Mit leerem Magen verlassen wir am darauffolgenden Tag unsere Unterkunft. Gerade auf der Suche nach einem anständigen Frühstück spricht uns ein Tricycle-Fahrer an. Er bietet an uns mit seinem Tricycle für wenig Geld die Insel zu zeigen. Wir willigen ein. Auf drei Rädern fahren wir zu den berühmten Chocolate Hills. Bedingt durch die Regenzeit lassen sie ihre braune Farbe im Moment allerdings etwas vermissen. Darüber hinaus sehen einen Tarsier, den kleinsten Affen der Welt.
visayas_07Nach einem ganzen Tag auf den doch etwas unbequemen Sitzen des Tricycles bin ich wirklich dankbar, dass uns unser Fahrer am Abend in einem der vielen Hotels auf der nahegelegenen Panglao Island abliefert. Ein bisschen Strandurlaub haben wir uns redlich verdient.

In den kommenden Tagen genießen wir Sonne, Strand und Meer und lassen die Seele baumeln. Wir fahren auf eine Dolphinwatching-Tour, gehen Schnorcheln und Tauchen.

visayas_20Erst am Sonntag geht es für uns weiter. Unser nächstes Ziel ist die Insel Cebu. Dort treffen wir eine weitere weltwärts-Freiwillige, die wir bereits von Seminaren in Deutschland kennen. Während der nächsten Tage sind wir in ihrer Einsatzstelle, einem Jugendzentrum für Straßenkinder, zu Gast.

Von dort aus machen wir eine kleine Tour durch die Stadt, schauen uns einen taoistischen Tempel, das vor etwa 400 Jahren vom Seefahrer Magellan mitgebrachte Holzkreuz sowie die alte spanische Festung am Hafen an.

visayas_24Auch beim Besuch der Kawasan Watefalls am darauffolgenden Tag macht uns das Wetter wieder einen Strich durch die Rechnung. Diesmal können wir uns rechtzeitig unterstellen. Auf den berühmten White Beach von Moalboal müssen wir wegen des Regens allerdings verzichten.

Den letzten Tag unseres Urlaubs lassen wir gemütlich in einem Resort auf der unweit von Cebu City gelegenen Mactan Island ausklingen ehe wir am Donnerstag nach Alaminos zurückkehren.