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Happy End!?

Nach dem Mittagessen brechen wir an diesem Freitagmorgen auf in Richtung Norden. Auf dem Weg machen wir noch einmal einen kurzen Zwischenstopp im Altenheim der Little Sisters of the Poor. Wir verabschieden uns von den Bewohnern, Pflegern und Schwestern. Auch wenn ich nur knappe drei Monate dort gearbeitet habe, werden mir die alten Leute doch fehlen. Erlebnisse wie das gemeinsame Kartoffelbrotbacken mit einer der Schwestern oder die eigentlich verbotenen Raucherpausen mit einer der Bewohnerinnen werde ich noch lange in Erinnerung behalten.

Unter allseitigen Abschiedsbekundungen verlassen wir das Altenheim und fahren weiter in meine ehemalige Einsatzstelle in der Kirchengemeinde Bolinao. Man erwartet uns bereits. Nach einer offiziellen Begrüßung und der ein oder anderen Dankesrede machen wir uns über das Buffet her. Bei Karaoke-Musik und Bier feiern wir noch bis in den späten Abend meinen Abschied. Ich genieße diese letzte gemeinsame Zeit in vollen Zügen.

Bereits nach dem Frühstück brechen wir am nächsten Tag auf. Nun heißt es wirklich endgültig Abschied nehmen. Ich sage den Scholars, den Ehrenamtlichen der Pfarrei und natürlich Father Jem auf Wiedersehen. Trotz der kurzen Zeit, die ich in Bolinao verbracht habe, sind mir alle doch sehr ans Herz gewachsen. Ich hoffe, auch sie irgendwann einmal wieder sehen zu können.

In Gedanken versunken verlasse ich die Stadt. Immer wieder schaue ich mich um. Es wird wohl etwas dauern, bis ich hierher zurückkehren werde.

Zurück in Alaminos geben wir unsere letzten Pesos aus und beginnen mit dem Packen. Schnell füllen sich meine Taschen mit allerhand Klamotten und so manchem Erinnerungsstück an dieses eine Jahr. Ohne Waage bleibt mir nichts anderes übrig als zu schätzen, wie schwer mein Gepäck ungefähr ist. Hoffentlich ist es nicht zu viel. Ich wüsste nicht, von was ich mich trennen könnte.

Heute Abend folgt nun unsere offizielle Verabschiedung im Bistum. Es wird ein gemeinsames Abendessen mit Priestern und weiteren Delegierten der Partnerpfarreien geben. Und dann ist sie auch schon gekommen, meine letzte Nacht auf den Philippinen. Ob ich überhaupt ein Auge zu machen werde, bleibt abzuwarten.