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Das grüne Glück

reforestation_09Stolze fünftausend Euro stellt das Bistum Limburg in diesem Jahr insgesamt für die neue Wiederaufforstungskampagne der philippinischen Partnerdiözese zur Verfügung.
Die Pfarrei Bolinao macht bei diesem Projekt den Anfang. Bereits am vorletzten Wochenende erreichten rund 1.500 Mahagoni-Setzlinge im Wert von umgerechnet etwa dreihundert Euro die kleine Kirchengemeinde im Norden des Bistums. Bis zum 25. Juli, dem Tag des 401-jährigen Jubiläums der Pfarrei, sollen die Jungbäume nun nach und nach kostenlos an engagierte Gemeindemitglieder verteilt werden.

Nach der Sonntagsmesse bilden sich bisweilen lange Schlangen im Pfarrgarten. Alle wollen sie sich eines der begehrten Bäumchen sichern. Ein jeder Pate muss sich dafür in ein Logbuch eintragen, sodass das Wachstum der Pflanzen in den kommenden Jahren von den hiesigen Ordensschwestern mitverfolgt und dokumentiert werden kann. Mit großer Begeisterung nehmen die Leute ihren Schössling in Empfang. Die Freude über das grüne Glück scheint allgegenwärtig. Schneller als gedacht lichten sich so die Reihen der Setzlinge, sodass am Ende nur noch an die 500 Jungbäume übrig sind.

reforestation_11Die verbleibenden Setzlinge werden auf die nahegelegene Santiago Island verschifft. Ein Lastwagen bringt die Bäume zum Hafen, wo sie auf einen kleinen Frachter umgeladen werden. Auf der Insel angekommen, verladen sie freiwillige Helfer dann auf Tricycles. Autos fahren auf der Insel nur wenige. Nach drei Stunden erreichen die Setzlinge endlich die kleine Inselpfarrei. Die Messe ist zu dieser Zeit bereits vorbei. Nächste Woche werden die kleinen Mahagoni-Bäumchen dann hoffentlich auch hier einen fürsorglichen Paten finden.

reforestation_17Bald sollen außerdem Fruchtbäume wie Mangos und Cashew folgen. Gerade diese haben nämlich ganz besonders unter den schweren Schäden durch Taifun Emong im letzten Jahr gelitten. Mit solchen Bäumen wäre dann nicht nur etwas Gutes für die Umwelt getan sondern auch den Menschen vor Ort geholfen, denen der Obstanbau teilweise als Einkommensquelle dient.

Auch andernorts startet nun nach und nach die grüne Revolution. Neben vielen anderen, ähnlich dezentral angelegten Wiederaufforstungsprojekten in den Pfarreien soll in der Gegend um Alaminos auf einem Grundstück des Bistums ein großer künstlich angelegter Wald mit Kokospalmen, einheimische Limonenbäumen und einigen Reisfeldern entstehen. An Uferregionen werden zudem Mangrovenwälder aufgeforstet um die Erde vor Erosion zu schützen und neue Unterwasserlebensräume zu schaffen.