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Nahrung für Körper und Geist

Jeden Mittwochnachmittag begleite eine der in der Pfarrei aktiven Ordensschwestern beim Feeding Program. Mit dem Tricycle fahren wir auf holprigen Wegen in die Barangays. Das laute Knattern des motorisierten Dreirades kündigt unser Kommen schon von Weitem an. Sobald die ersten Häuser in Sicht sind, strömen die Kinder in Begleitung ihrer Eltern aus ihren Häusern in die kleine Kapelle der Siedlung. Neben dem Essen geht es bei den regelmäßigen Treffen vor allem auch um Katechese. Kopf und Magen sollen gleichermaßen gefüllt werden. Nach einem kurzen Auflockerungsspiel beginnt die Schwester folglich mit der religiösen Früherziehung. Sie erzählt den Mädchen und Jungen im Kindergartenalter wie gut der liebe Gott ist und dass er alle Sünden vergisst wenn man nur regelmäßig beichtet und täglich den Rosenkranz betet.

Während ich mir überlege, wie man überhaupt den Rosenkranz richtig betet und mir Gedanken darüber mache, wie viel davon bei den Kindern wirklich ankommt, übernehme ich die überaus wichtige Aufgabe, die Notizzettel der Schwester zu halten. Zum Abschluss spiele ich ein Gruppenspiel mit den Kindern. Es wird gebetet und dann gibt es zur Belohnung für das lange Zuhören endlich Essen. Akribisch wird dabei aufgelistet wer heute anwesend ist. Einer nach dem anderen werden die Kinder aufgerufen und erhalten ihre Mahlzeit. Schnell sind die Schüsseln leer und die Bäuche voll. Nach einem kurzen Dankesgebet verabschieden wir uns auch schon und treten den Rückweg an.