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Spanien, 16. Jahrhundert

vigan_01Die Hufe eines Ponys klappern über Kopfsteinpflaster. Es zieht eine Droschke durch die alten Gassen des Küstenstädtchens. Der Kutscher hält an einem der vielen Kolonialhäuser. Nachdem er seine Passagiere aufgenommen hat, lenkt er sein Gefährt an Töpfereien, kleinen Lädchen und versteckten Straßencafés vorbei zur Kathedrale. Mit ihren drei Kirchenschiffen setzt sich das Gotteshaus deutlich  von den umliegenden Gebäuden ab. Die Kirche ist voller Menschen. Es ist Sonntag, der 18. April 2010, doch es kommt mir vor wie das Leben einer längst vergangenen Zeit.

Übers Wochenende besuchen wir Vigan. In der mehr als 400 Jahre alten Stadt im Norden Luzons kann man die Geschichte noch förmlich greifen. Überall ist bis heute der frühere spanische Einfluss erkennbar. Im 16. Jahrhundert war das Leben vor allem durch die Handelsschifffahrt und den Tabakanbau geprägt. Heute blüht der Tourismus. Mit einer Calesa, einer traditionellen kleinen Kutsche, machen wir eine Stadtrundfahrt. Neben den architektonischen Hinterlassenschaften der Spanier vermitteln zahlreiche Museen Besuchern, wie die Menschen früher gelebt haben.
vigan_12Neben alten Bauwerken sind aber auch neuzeitliche Sehenswürdigkeiten zu bewundern. So besuchen wir das Haus des Gouverneurs. Auf seinem Anwesen hält sich der Politiker einen stattlichen kleinen Zoo mit Tigern, Schlangen, Rentieren, vielerlei Vögeln, einer Schmetterlingsfarm und vielem mehr. Es steht Besuchern offen, sodass auch wir einen Blick hineinwerfen können.

Am frühen Nachmittag endet unsere kleine Kutschfahrt und so lassen wir uns in einem kleinen Imbiss nieder und bestellen Empanada, eine gefüllte Teigtasche spanischen Ursprungs. Nach einer kurzen Siesta steuern wir ein kleines Straßencafé und trinken einen Kaffee. Später schlendern wir durch die umliegenden Souvenirshops ehe wir den Abend im Restaurant bei Pasta und Bier ausklingen lassen.

Nach achtstündiger Busfahrt erreichen wir tags drauf auch schon wieder heimatliche Gefilde. Es geht zurück an die Arbeit.