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Schwätzen auf der Arbeit

Zurück in Salasa, fällt es mir nun, nach dem gemeinsamen Urlaub mit meiner Freundin, verhältnismäßig schwer in den Alltag zurückzufinden. Im Waisenhaus geht die Arbeit ungehindert weiter. Viel ist nicht passiert in der Zeit meiner Abwesenheit. Die drei Neulinge haben sich gut in die Gruppe integriert und tauen zusehends auf. Selbstbewusst kommen sie auf mich zu und löchern mich mit Fragen. In einem Mix aus Tagalog und Englisch, mit der Zuhilfenahme von Händen und Füßen gelingt eine bescheidene aber durchaus heitere Verständigung.

Im Gegensatz dazu kann ich mich mit den studentischen Kurzzeitpraktikanten aus den umliegenden Universitäten und Colleges, die seit Beginn dieser Woche das Waisenhaus überfluten, in flüssigem Englisch unterhalten. Es ist nett, aber über Smalltalk gehen unsere Unterhaltungen nicht hinaus. Die angehenden Arzthelfer und Krankenpfleger wollen in erster Linie Einblicke in die pflegerischen Aspekte der sozialen Einrichtung gewinnen. Für mich bleibt so zurzeit nur noch wenig Arbeit. Meist sitze ich also bei den Kindern, schaue ihnen beim Spielen zu und passe auf, dass sie sich nicht in die Haare kriegen.