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Frisches Wasser

silaki_10Nachdem wir letzten Freitag spontan von Martin, dem schweizerischen Entwicklungshelfer im Bistum Alaminos, zum Abendessen eingeladen wurden, begleiten Sonja und ich ihn heute beim Besuch eines seiner Projekte auf Silaki Island im Norden Pangasinans. Von Alaminos aus fahren wir zunächst mit dem Bus in die Hafenstadt Bolinao. Dort angekommen werden schnell noch einige Utensilien im nächstgelegenen Baumarkt eingekauft ehe wir hinunter an den Hafen fahren und zur nahegelegenen Santiago Island übersetzen. Wir steigen in ein weiteres, diesmal etwas kleineres Boot um und steuern die benachbarte Silaki Island an.

Auf der kleinen Insel wohnen schätzungsweise 700 Menschen in einer kleinen Siedlung an der Meeresküste. Sie leben vom Fischfang und gelegentlicher Saisonarbeit. Das macht hier niemanden reich. Bis zu drei Familien teilen sich eine Hütte, gebaut aus Holz und Wellblech. Überall liegt Müll. Die Menschen wissen einfach nicht mehr wohin damit. Sie stehen vor ihren Behausungen und schauen uns neugierig nach, begrüßen uns freundlich. Kinder laufen uns nach. Wir wechseln einige Worte mit ihnen. Martin verteilt Vitaminpräparate. Hier gibt kein Strom, kein Trinkwasser. Das Wasser im Brunnen ist salzig. Regelmäßig transportieren die Menschen daher unzählige Kanister mit Frischwasser auf die Insel. Das kostet Zeit und Geld. Seit einigen Monaten wird nun eifrig an einer Regenwasserauffanganlage silaki_06gearbeitet, die das Dorf schon bald dauerhaft mit Trinkwasser versorgen soll. Zusammen mit Martin verfolgen wir den Stand der Bauarbeiten, reden mit den Verantwortlichen und bezahlen die Arbeiter.

Auf dem Rückweg machen wir kurz bei der High-School auf Santiago Island Halt. Martin hat erwirkt, dass die Schule an einen nahegelegenen Frischwasserbrunnen angeschlossen wird, sodass dort nun alle Schüler kostenlos trinken können.

Desweiteren besuchen wir einen ehemals an Grauem Star erkrankten Mann mittleren Alters. Er war vollständig erblindet. Nach einer durch Spenden finanzierte Augen-OP kann er nun wieder genug sehen um seine kleine Bananenplantage zu bewirtschaften. Er sieht glücklich aus.