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Seminar unter Palmen

Am späten Donnerstagnachmittag landen wir auf dem Davao International Airport. Djamilia, eine deutsche weltwärts-Freiwillige aus der Stadt, erwartet uns schon und nimmt uns mit zu sich nach Hause. Alle anderen Seminarteilnehmer sind bereits vor uns eingetroffen. Die meisten von ihnen kennen Sonja und ich schon vom Asienseminar in Bonn, sodass allseits fröhliche Wiedersehensstimmung herrscht.
davao_05Zum Abendessen steuern wir ein italienisches Restaurant an, in dem wir uns mit unseren Seminarleitern Inge und Dietmar verabredet sind. Wir lernen uns kennen, kommen direkt miteinander ins Gespräch und genießen währenddessen die Vorzüge der italienischen Küche. Zu guter Letzt probieren wir die für Davao berühmt berüchtigte Stinkfrucht Durian. Man sagt, sie stinkt wie die Hölle und schmeckt wie der Himmel. Entweder die Leute lieben oder hassen sie, dazwischen gibt es wohl nichts. Meinen Geschmack trifft sie auf jeden Fall nicht.

davao_14Am darauffolgenden Tag begleiten wir Djamilia zu ihrer Projektstelle. In einem Stadtteil Davaos hilft sie bei der Betreuung eines Straßenkinderprojekts. In einem kurzen Vortrag lernen wir die Einrichtung kennen und spielen mit den Kindern. Nach einem gemeinsamen Mittagessen fahren wir weiter zu Inges Arbeitsplatz, dem ForumZFD. Die deutsche Nicht-Regierungs-Organisation engagiert in erster Linie mit aktiver Friedensarbeit im religiösen Konflikt auf Mindanao. So informiert uns Inge an diesem Nachmittag über die Hintergründe und mögliche Lösungsansätze dieses Konflikts.
Im Anschluss an den Vortrag setzen wir mit der Fähre nach Samal Island über. In einem Selbstversorgerhaus auf dieser Davao vorgelagerten Insel wird in den kommenden Tagen unser MaZ-Zwischenseminar stattfinden. Dort angekommen richten wir uns zunächst in unseren Zimmern ein und genießen einen wunderbaren Sonnenuntergang am Strand. Nach unserem gemeinsamen Abendessen stecken Inge und Dietmar grob das Seminarprogramm mit uns ab.

davao_25Wie geplant, beginnen wir am Samstagmorgen nacheinander mit der Vorstellung unseres jeweiligen Projekts, dem Leben und Arbeiten in unserer Einsatzstelle. Einzelne Probleme werden bereits kurz angesprochen. Mit diesen beschäftigen wir uns am darauffolgenden Tag eingehender. In einer offenen Runde kann dort jeder sein persönliches Problem ansprechen und sich Lösungen und Ratschläge von seinen Teamkollegen anbieten lassen. Desweiteren machen wir eine Einheit zum Thema Kommunikation.
Der Montag steht ganz im Zeichen der Zukunft. Wir beschäftigen uns mit unseren Perspektiven und Plänen für die kommende zweite Hälfte unseres Auslandsjahres und darüber hinaus.
Am Nachmittag besuchen wir außerdem eine Fledermaushöhle auf Samal Island. Ein bestialischer Gestank und ohrenbetäubender Lärm geht von den zwei Millionen Nachtseglern aus. Der Anblick ist faszinierend.
Zum gelungenen Abschluss unseres Seminars gehen wir am Abend gemeinsam Essen und Karaoke singen.