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Faire Taschen aus Abfall

Gemeinsam mit allen anderen Freiwilligen besichtige ich heute Vormittag einen der vielen Hersteller, von denen PREDA regelmäßig Waren bezieht. Ein Großteil der fair gehandelten Produkte exportiert die Hilfsorganisation neben Kanada und Irland vor allem nach Deutschland.

preda_76Aus alten Trinkpäckchen werden in einer kleinen Werkstatt in Olongapo Taschen, Portemonnaies und vieles mehr gefertigt. Nachdem die leeren Aluminiumbeutel gereinigt und geglättet wurden, vernäht eine ältere Dame die Einzelteile. Später werden je nach Bedarf Reißverschlüsse, Knöpfe, Stoffbünde oder Tragegurte angebracht.
Auf diese Weise entsteht nach einigen Stunden lohnender Arbeit ein innovatives Designerprodukt aus Fairem Handel. Für vergleichsweise wenig Geld schützt man mit dem Kauf dieser Recyclingartikel nicht nur den Lebensunterhalt der einheimischen Bevölkerung sondern auch noch die Umwelt. Einfach genial!

Am Nachmittag besuche ich außerdem das neue Home for Boys ein zweites Mal. Die Jungs sind mittlerweile eingezogen und haben sich gut eingelebt. Sie freuen sich sehr über die neuen Möglichkeiten, die sich ihnen hier nun eröffnen. Auf dem Anwesen des Heimes befindet sich neben einer kleinen Öko-Farm außerdem auch eine Schweißerei und Schreinerei. Dass die Jungs in ihrem neuen zu Hause relativ weit abgelegen mitten in der Natur wohnen, stört sie deswegen kaum.
Ich albere nur kurz mit ihnen herum. Dann beginnen nämlich auch schon ihr Gitarrenunterricht und eine parallel stattfindende Tanzstunde. Da will ich sie lieber nicht weiter stören und fahre pünktlich zum Abendessen zurück zu PREDA.