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Es weht deutscher Wind

Während ich meine Sieben Sachen für die kommenden Wochen und Monate zusammenpacke, wagt sich Viola heute noch mal allein auf eine Erkundungstour nach Dagupan. Kurz nach dem Mittagessen ist sie wohlbehalten zurück und wir brechen direkt zu einem kleinen Rundgang um Salasa auf. Ich zeige ihr die Gegend.

Am späten Nachmittag trifft die deutsche Reisegruppe in Salasa ein. Peters streng geführtes Regiment duldet keine Verspätung und so fährt das erste Auto bereits nach einem kurzen „Hallo“ ihrerseits, einem kurzen „Tschüss“ meinerseits direkt weiter Richtung Alaminos. Ein platter Reifen am zweiten Fahrzeug verzögert die Weiterfahrt um wenige Minuten. Diese Zeit nutzen die Wartenden um sich Salasas Jahrhunderte alte Kirche anzuschauen. Einige der Scholars führen sie bereitwillig durch das geschichtsträchtige Gemäuer.
Erst als es zu dämmern beginnt erreichen wir das Priesterseminar des Bistums, unsere Unterkunft für die nächsten zwei Wochen. Der zweite Van trifft kurz darauf mit etwas Verspätung ein. Es werden Hände geschüttelt, sich einander vorgestellt, erste Worte in teils bruchstückhaftem Englisch mit starkem Akzent gewechselt, neue Bekanntschaften geknüpft und alte Freundschaften aufgefrischt. Die Stimmung ist ausgelassen. In aller Augen ist deutlich die Wiedersehensfreude angesichts der wohlbekannten, freundlichen Umgebung zu erkennen.
Nachdem man sich ein jeder mit seinem Zimmer vertraut gemacht hat geht es um 19:00 Uhr auch schon weiter. Zusammen mit den Bischöfen beider Diözesen und weiteren Partnerschaftsbeauftragten treffen wir uns in einem Restaurant nahe der Meeresküste zum Abendessen. Es werden traditionelle philippinische Köstlichkeiten wie Pancit, Calamaris, Minitintenfische und Bangus serviert. Reis darf natürlich nicht fehlen.

Gut gesättigt begeben wir uns gegen 21:00 Uhr zurück ins Priesterseminar. Der offizielle Teil des Abends findet in einer Reflexionsrunde zu den Geschehnissen des Tages seinen Abschluss. Bei angeregten Unterhaltungen und einer Flasche des philippinischen Bieres San Miguel klingt der Abend gemütlich aus – natürlich nicht ohne jedes getrunkene Bier auf einer eigens dafür angefertigten Bierliste einzutragen. Ab heute weht also deutscher Wind in den philippinischen Gemäuern.

4 Kommentare

  1. Tobit Tobit 10. Januar 2010

    was ist denn eine Bierliste? ^^

    • Zacharias Zacharias Autor des Beitrages | 11. Januar 2010

      ÄHHM eine Liste auf der man eintragen kann wie viel Bier man schon getrunken hat?!

  2. Tobit Tobit 11. Januar 2010

    und wo ist da der sinn?

  3. Zacharias Zacharias Autor des Beitrages | 12. Januar 2010

    damit man weiß, wie viel jeder getrunken hat um es später abzurechnen? Du scheinst im Moment wirklich gedanklich nicht so auf der Höhe zu sein. Dabei hat die Schule doch schon wieder angefangen …