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Eine warme Mahlzeit

Mehr und mehr finde ich mich in den Arbeitsalltag bei PREDA ein. Nach dem Frühstück nehme ich am Morning Meeting teil, in dem die kommenden Tage geplant, Absprachen getroffen und die letzten Aktionen und Projekte evaluiert werden.
An diesem Morgen begleite ich PREDAs Feeding Program. Maßgeblich für dessen Durchführung verantwortlich sind mehrere ehrenamtliche Mitglieder der Theatergruppe AKBAY, ein weiterer Arm der Hilfsorganisation.

Zunächst helfe ich beim Zubereiten der Mahlzeit. Ich schnibbele Calambasa, ein kürbisähnliches Gemüse, rupfe eine Art einheimischen Salat, dessen Name ich schon wieder vergessen habe und würfele Zwiebeln und Knoblauch. Zu guter Letzt schneide ich Honigmelone in handliche Portionen. Neben all den Vorbereitungen komme ich mit den jungen Leuten der Theatergruppe ins Gespräch. Viele waren im Rahmen ihrer Europatour auch schon einmal in Deutschland. Sie sind schon viel rumgekommen und wissen wie es in andern Teilen der Welt zugeht. Sie sind offen und aufgeschlossen, sodass es mir sehr leicht fällt mich mit ihnen zu unterhalten. Wir haben viel Spaß zusammen.

preda_32preda_33Nachdem alle Speisen zubereitet sind und auf kleine Schüsseln verteilt wurden, fahren wir voll beladen runter in die Stadt. In einer der vielen Grundschule dort werden wir bereits sehnsüchtig erwartet. An die 120 Kinderaugen schauen uns strahlend an. Brav setzen sie sich an den Esstisch in der Mensa, sodass wir das Essen verteilen können.
Die Kinder sind unglaublich süß, aber vor allem sind sie hungrig. Sie scheinen so froh, wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag zu haben. Die freudigen Gesichter weichen schon nach kurzer Zeit volle Backen und emsigem Kauen.
An diesem Tag entstehen wunderbare Bilder.

Es vergeht kaum eine halbe Stunde, dann sind die Schüsseln leer geputzt und die Kinder satt, glücklich und zufrieden. Wir räumen zusammen und kehren zurück zu PREDA. Jetzt sind wir mit Mittagessen dran.

Am Nachmittag ist eigentlich geplant den Jungs bei ihrem Umzug ins neue Home for Boys zu helfen. Alle dafür vorgesehenen Transportmittel sind allerdings bereits bis unter die Dachkante vollgestopft. Keine Chance, dass ich da auch noch reinpasse. Notgedrungen bleibe ich also da und habe den restlichen Tag frei.
Auch Stephen, ein weiterer Volontär bei PREDA, sonst Fotograf und Journalist aus New York, bleibt an diesem Nachmittag mit mir im Gästehaus zurück. Er zeigt mir einige Tricks und Kniffe in Sachen Fotografie und digitaler Bildbearbeitung. Man lernt nie aus.