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Allein in Olongapo

Ich wache auf und merke sofort: Ich bin nicht allein in meinem Zimmer! Ich sortiere meine Gedanken und schaue mich um. Neben mir schnarcht Peter noch leise vor sich hin. Ganz in Klassenfahrtsatmosphäre wurden wir gestern in Dreibettzimmern untergebracht. Walter duscht bereits und husche ins Bad sobald er fertig ist.

preda_01Nach einem außerordentlich guten Continental Breakfast besuchen wir das neue Haus für die Jungen aus den Gefängnissen. Sie werden im Laufe der Woche aus ihrem alten Zuhause weiter oben am Berg des PREDA-Geländes dortin umziehen. Ein wahrer Klotz steht da in der Landschaft. Alles ist neu, blitzt und blinkt. Im Moment stehen die Räume noch leer. Es riecht nach Farbe. Neben den Schlafräumen, dem Speisesaal und der Küche bietet das neue Home for Boys außerdem eine Schreinerei, eine Schweißerei und eine kleine Farm, auf der organisches Gemüse angebaut wird. Anders als man es von den Philippinen gewohnt ist scheint hier alles durchdacht und wohl geordnet. Man merkt doch überall, dass hier europäisch gedacht wird.
Im Anschluss daran besuchen wir außerdem noch das Baugrundstück auf dem in diesem Jahr das neue Heim für die Mädchen entstehen soll.

Bevor die Deutschen nach dem Mittagessen abreisen, treffen sich Peter, Christian und Father Rey noch einmal zu einer letzten Besprechung die partnerschaftlich Dreiecks-Beziehung zwischen PREDA und den beiden Bistümern betreffend.

Es wird noch ein letztes Gruppenfoto gemacht und dann sind sie auch schon weg, die deutschen Besucher des Bistums Limburg, die mir während der letzten zwei Wochen hier doch richtig ans Herz gewachsen sind. Trotz des teils beträchtlichen Altersunterschieds hatten wir in dieser generationsübergreifenden Reisegruppe doch einen riesen Spass zusammen. Nach unserem gemeinsamen Besuch bei PREDA zerstreuen sich die Gruppe in alle Winde. Ein Großteil fährt heute nach Manila zurück um dort den Rueckflug nach Deutschland anzutreten. Christian, Peter und Ingrid bleiben noch für einen angehängten Kurzurlaub in Alaminos. Sonja wird sie begleiten. Als einziger bleibe ich nun heute in Olongapo zurück um dort mein vierwöchiges Praktikum bei PREDA zu beginnen. Erste Kontakte zu anderen Freiwilligen sind bereits geknüpft. Nach und nach werde ich in den kommenden Tagen in die verschiedenen Abteilungen der Hilfsorganisation eingeführt. Es verspricht eine spannende Zeit zu werden. Ich bin gespannt!