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Alaminos wird 25 Jahre alt

Es ist Sonntagmorgen. Als ich den Speisesaal des Priesterseminars betrete traue ich meinen Augen kaum. Ganz in deutscher Manier gibt es zum Frühstück Vollkorn-Toast, selbstgemachte Marmelade, eigens importiere Nutella, deutschen Imker-Honig und sogar aufgebrühten Kaffee. Nur die Mango zum Nachtisch bringt einen Hauch Philippinen zurück an den Tisch. Ich genieße die Abwechslung zu Reis und Fisch und freue mich schon auf die kommenden Tage.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Alaminos. Im Rahmen der Diözesanversammlung trifft sich die deutsche Delegation dort mit den Verantwortlichen der einzelnen Pfarreien des Bistums Alaminos. Bei einem kurzen Meet-and-Greet wird sich vorgestellt und die ersten allgemeinen Informationen ausgetauscht. Unterdessen vertreiben Sonja, Viola und ich uns die Zeit mit einem kurzen Ausflug zum Hafenbarangay Lucap, von wo aus man einen ausgezeichneten Blick auf den nahegelegenen Hundred Islands National Park hat. Zum Mittagessen geht es zurück ins Priesterseminar.

Nach einer ausgesprochen kurzen Siesta brechen wir gegen Nachmittag auch schon wieder auf. Im Rahmen einer außerordentlichen Messe werden heute offiziell die Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum der Diözese Alaminos begangen. Der für die Philippinen zuständige Apostolische Nuntius ist eigens für dieses ehrwürdige Ereignis angereist. Bischof von Alaminos Marlo Peralta, der ehemalige Bischof Jesus Cabrera und auch der deutsche Weihbischof Dr. Thomas Löhr konzelebrieren zusammen mit vielen anderen geladenen Bischöfen und Priestern. Nach dem Gottesdienst findet eine kurze Prozession statt. Delegationen aus den jeweiligen Bistums-Pfarreien präsentieren bei dieser Gelegenheit ihre Heiligenfiguren und Schutzpatrone.
Im Anschluss daran werden alle Gäste zum Abendessen geladen. Mit klassischer Musik von Bach, Mozart und Vivaldi, aber auch mit Interpretationen moderner populärmusikalischer Stücke rundet das Streicherensemble des Manila Symphony Orchestra den Abend perfekt ab. In der Pause kommen zudem die Nachwuchskünstler der Region zum Zuge. Der Klang der Musik lässt einen so nach einem anstrengenden Tag allmählich zur Ruhe kommen.