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Abschied aus Alaminos

Bald geht es für unsere Besucher zurück nach Deutschland. Und auch ich werde Alaminos für die kommenden sechs Wochen nicht wieder sehen.

Für heute ist kein Tages-Programm mehr vorgesehen. Die meisten von uns brauchen die Zeit zum Packen ihrer Koffer. Meine wenigen Habseligkeiten allerdings sind schnell zurück in die Reisetasche gestopft. So nutzte ich den übrigen Tag für einen ausgiebigen Ausflug ins Internet. Bevor ich in den kommenden Wochen nur noch im Internetcafé die Möglichkeit haben werde online sein zu können, müssen noch ein paar Dinge erledigt werden.

Erst am Abend versammeln wir uns mit Offizellen des Bistums Alaminos und weiteren Deligierten aus den verschiedenen Partnerpfarreien zu einer Farewellparty im Priesterseminar. Nachdem die Gruppe aus Salasa nach einer Stunde immer noch nicht erschienen ist, entscheiden wir uns kurzer Hand doch schon mit dem Abendessen zu beginnen. Während wir uns an den köstlichen Speisen laben, trifft dann auch endlich besagte Gruppe aus meiner Einsatzpfarrei in Alaminos ein. Das offizielle Programm kann nun also endlich beginnen. Reverent Paul führt gewohnt charmant und humorvoll durch den Abend. Den Anfang machen die Pfarrer der Partnerpfarreien mit ihren Abschiedsreden, gefolgt von einigen tänzerischen und gesanglichen Darbietungen der Ehrenamtlichen aus Bani, Mabini und Salasa sowie der Seminaristen.  Nach den allgemeinen Danksagungen und dem obligatorischen Austausch von Abschiedsgeschenken kommt noch ein letztes Mal der deutsche Projektchor unter der Leitung von Matthias zum Einsatz. Eigentlich sieht das offizielle Programm im Anschluss eine Präsentation der während der Reise entstandenen Bilder vor. Aufgrund technischer Schwierigkeiten verzörgt sich dies allerdings um wenige Minuten, sodass Father Cowboy dankenswerterweise mit einer spontanen gesanglichen Darbietung einiger amerikanischer Oldies einspringt. Als dann auch noch die Priester zum Tanz auffordern, kocht die Stimmung über. Erst als die technischen Probleme behoben und die Präsentation schon längst in vollem Gange ist, kommt der Saal langsam wieder zur Ruhe. Der Abend schließt mit dem Partnerschaftsgebet.
Schon um zehn Uhr ist die ganze Feier vorbei. Die Seminaristen räumen de Saal in Windeseile auf und bringen alles in Ordnung. Noch immer nicht an solch frühe Bettgehzeiten gewöhnt treffen wir uns zu einer letzten Reflexionsrunde im Pavillon im Außenbereich des Seminars und lassen den Abend wie schon so oft mit einer oder zwei Runden San Miguel ausklingen. Das gewohnte Abendgebet fällt heute allerdings aus.