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Eine Pfarrei feiert Geburtstag

„Maligayang Kaarawan, Father Bok!“

Bereits um fünf Uhr morgens stehen die ersten Pfarrgemeindemitglieder auf der Matte und singen unserem Pfarrer die ersten Geburtstagsständchen. Ich wache auf, bin hundemüde. Fr. Bok schläft von allem unberührt einfach bis 6:30 Uhr weiter. Zum Frühstück gibt es Pandesal und Kaffee. Eigentlich wollte ich heute wie gewohnt ins Kinderheim fahren, doch Arman braucht dringend Hilfe bei seinem Großeinkauf auf dem Markt in Lingayen. Nach drei Stunden ist der Einkaufszettel endlich abgearbeitet. Vollbepackt kehren wir nach Salasa zurück.
Die ersten Vorbereitungen beginnen: Zimmer werden aufgeräumt und gesäubert, der Fußboden poliert, Stühle gestellt, Gemüse geputzt und geschnitten, eine Ziege geschlachtet. Am Nachmittag fangen wir an zu kochen. Es gibt allerhand philippinische Spezialitäten von Adobo bis Pancit. Sogar ein Spanferkel wird eigens für die Feier angeliefert. Ich steuere Frikadellen und Pellkartoffeln zum abendlichen Festessen bei.

Um 18:00 Uhr geht die offizielle Geburtstagsfeier los. Die ganze Pfarrei ist eingeladen. Auch Sonja ist gekommen. Es werden Reden gehalten und Glückwünsche überbracht. Auch ich werde nach vorne komplimentiert um Fr. Bok im Namen der deutschen Partner offiziell zu gratulieren. Davon hat niemand etwas gesagt. Ich muss improvisieren.
Wenig später wird das Buffet eröffnet. Die Schlacht ums Essen endet so schnell wie sie begonnen hat. Die meisten Gäste verlassen bereits direkt nach dem Essen beinahe fluchtartig die Veranstaltung. Nur der engere Kreis bleibt länger.
Wir lassen den Abend ausgelassen mit Bier, Gin und Karaoke ausklingen.