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Von joggenden Indianern

Nach langer Pause habe ich es heute endlich mal wieder geschafft joggen zu gehen. Die ständige Hitze in Verbindung mit einer nahezu unerträglichen Luftfeuchtigkeit lassen die Motivation nur allzu schnell sinken.

Vorbei an Reisfeldern und Mangrovenwäldern führt mich meine neue Strecke am Ufer eines Flusses entlang durch hügelige Sanddünen und meterhohes Gras. Die Gegend ist ruhig und weitgehend unbewohnt. Entspannung pur! Erst auf dem Rückweg erreiche ich mit den ersten Ausläufern Salasas wieder dichter besiedeltes Gebiet. In ihren Wellblechhütten am Wegesrand schauen mir die Menschen verwundert nach. Kinder begleiten mich ein Stück meines Weges. Manch ein Dorfbewohner grüßt mich mit einem altbekannten „Hello Joe“. Andere rufen mir „Amerikano“ hinterher. Ich schlucke die darüber aufkommende Empörung herunter, deute nur auf meinen vor Anstrengung hochroten Kopf und antworte atemlos „No no, Indiano“. Ich ernte ein leichtes Schmunzeln.
Immer wieder muss ich mein Tempo aus Vorsicht vor den unzähligen Straßenhunden drosseln.

Trotz dieser Hürden habe ich mir fest vorgenommen von nun an wieder regelmäßig joggen gehen. Was daraus wirklich wird, wird sich zeigen.