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Bestattet in luftiger Höhe

Tags drauf geht es auf holprige Straßen im vollgestopften Jeepney weiter ins verschlafene Bergdorf Sagada. Wir buchen uns im erstbesten Hotel ein. Kurze Zeit später durchstreifen wir auch schon die nähere Umgebung. Die Dorfstraße führt uns zu einem weitläufigen Höhleneingang. In die Höhle selbst wagen wir uns ohne Führung nicht hinein. Auf versteckten Pfaden folgen wir stattdessen einer steilen, grob in den Fels gehauenen Treppe hinunter zu einer anderen Höhle, einer Begräbnishöhle. In massiven Steinsarkophagen sind dort Oberhäupter und Würdenträger der Eingeborenen bestattet.

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Vorbei an Sagadas alter Kirche gehen wir zum Friedhof hinüber. Kurz vor Allerheiligen putzen die Dorfbewohner die Gräber noch einmal richtig raus. Erst durch die Hilfe eines Ortskundigen finden wir den ersuchten, beinah zugewachsenen Trampelpfad, der uns mitten ins tiefe Dickicht der umliegenden Wälder hineinführt. Nach einem kurzen Fußmarsch durch das dicht bewachsene Echo Valley erreichen wir so bald die berühmten hängenden Särge von Sagada. Mit Eisenstangen sind sie in einigen Metern Höhe in der steilen Felswand verankert.

Zurück im Dorf steuern wir die Sagada Weaving Manufactory, eine bekanntesten Webereien in der Mountain Province, an. Neben dem eigentlichen Shop kann man den Weberinnen im Nachbargebäude auch direkt bei ihrer Arbeit zuschauen.
Am Spätnachmittag besteigen Max und ich noch den Kiltepan Peak, eine Anhöhe von der aus man eine wunderbare Aussicht auf die Nachbardörfer mit ihren Reisterrassen hat. Auf dem Rückweg dämmert es bereits. Im schwächer werden Licht werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Mündung des Underground Rivers ehe wir erschöpft in unsere Hotelzimmer zurückkehren.