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Bei Uncle Ben’s war’s einfacher

Unter der Last von geschätzten 40 Kilo Reis auf meinen Schultern bringe ich doch nur noch ein verzerrtes Lächeln zustande.

reisernte_08Wie man unschwer erkennen kann, haben wir zwei ausländischen Gastarbeiter heute bei der Reisernte auf den organischen Feldern des Social Action Centers angeheuert. Auf diese Weise sammeln wir erste praktische Erfahrungen auf dem Gebiet des Reisanbaus.

In der prallen Mittagssonne stehen wir knöcheltief im Schlamm und schneiden bündelweise Reis mit einem scharfen Rundmesser ab. Das erfahrene Auge erkennt sofort, welche Halme noch zu grün zum ernten sind. Sie werden bis auf weiteres stehen gelassen. Mit der vorgelegten Geschwindigkeit der erfahrenen Erntehelfer kann ich kaum mithalten. Vielleicht hat Sonja ja mehr Glück. Zusammen mit ein paar weiteren Arbeitern trage ich stattdessen fertig gepackte Getreidebündel von den umliegenden Feldern auf einem gemeinsamen Haufen zusammen. Die Ähren schneiden in Gesicht und Hände. Das zusätzliche Gewicht des geschulterten Reises lässt meine nackten Füße tiefer in den Schlamm einsinken. reisernte_09In den kommenden Tagen wird der Reis gedroschen, getrocknet und geschält, sodass er schließlich seine gewohnte weiße Farbe erhält.
Auch wenn die Arbeit für den Moment nicht unvorstellbar schwer erscheint, macht mir die Hitze sehr zu schaffen. Auch an den Arbeitsablauf müsste ich mich erst noch gewöhnen. Bei Uncle Ben’s war das irgendwie einfacher! Mich würde es trotzdem reizen, noch einmal bei der Reisernte mitzuhelfen. Dann aber nicht mehr nur zum Ausprobieren!

Trotz der Strapazen sind wir am Ende wieder oben auf.